f Heimatforschung im Landkreis Celle

Montag, 9. Februar 2015

Wochenendgebiet zwischen Nordburg und Schwachhausen




Es ist kein Geheimnis, dass sich die Landschaft um uns herum ständig wandelt. Heute leben mehr Menschen, als jemals zuvor - es ist also nicht verwunderlich, dass sich die Landschaft heutzutage schnell und tiefgreifend wandelt. Bereits 40 Jahre reichen schon, die Umgebung so zu beeinflussen, dass man sie beinahe nicht wiederkennt. 

So auch in diesem Fall. Noch vor rund 40 Jahren war der Wald zwischen Nordburg und Schwachhausen unbesiedelt - heute befindet sich dort das "Wochenendgebiet", welches in seiner Ausdehnung die umliegenden Ortschaften um ein Weites übersteigt. Auf der topografischen Karte von 1971 war davon allerdings noch nichts zu sehen...

Bild: Wald zwischen Nordburg und Schwachhausen. Quelle: TK LK Celle 1971. 


Heute finden sich an derselben Stelle Straßen und Häuser im Wald. Diese sind ebenfalls auf dem aktuellen Satellitenbild erkennbar. 

Bild: Wald zwischen Nordburg und Schwachhausen heute. Quelle: Google Earth.  


Maßgeblich geprägt wurde die Landschaft um das heutige Wochenendgebiet auch durch den Verlauf der Aller. Dieser wurde alleine in den letzten 60 Jahren mehrfach durch Flussbegradigungen angepasst. Ein im vergangenen Sommer aufgenommenes Luftbild zeigt die Flusslaufänderungen zwischen der Langfinger Schleuse und der Schwachhäuser Allerbrücke. Auf der linken Seite liegt das Wochenendgebiet im Wald. 


Bild: Aller zwischen Langlingen und Schwachhausen heute. Quelle: Hendrik Altmann.  


Aus der seitlichen Perspektive ist das heutige Wochenendgebiet kaum erkennbar. der Wald sieht so immer noch fast so aus, wie vor der Errichtung der ersten Wochenendhäuser. 


Bild: Wald zwischen Langlingen und Schwachhausen heute. Quelle: Hendrik Altmann.  



Aber wie sah die Gegend früher aus? 
Die Kurhannoversche Landesaufnahme aus dem Jahr 1780 zeigt die Landschaft zwischen Nordburg und Schwachhausen aus ausgedehnte Feldflächen. In deren Süden schlängelte sich der Allerstrom durch sumpfiges Wiesengelände. Eine direkte Straßenverbindung zwischen Schwachhausen und Nordburg gab es zwar nicht - wohl aber die Schwachhäuser Allerbrücke. Die Wegverbindung zwischen den beiden Orten zog sich geschwungen durch kleine Koppeln, Wiesen und Felder - das sogenannte "Bettenhoop" - dazu später mehr. 

Bild: Wochenendgebiet vor rund 240 Jahren. Quelle: Kurhannoversche Landesaufnahme um 1780.  


Vergleicht man die Karte von 1780 mit der aktuellen Satellitenaufnahme der Gegend, so werden deutliche Unterschiede erkennbar. Beispielsweise der alte Verlauf der Aller oder die Struktur der landwirtschaftlichen Flächen. Der größte Unterschied dürfte wohl darin liegen, dass 1780 der heutige Wald noch aus Feldflächen bestand - das zeigt jedenfalls die Karte. 

Bild: Wochenendgebiet vor rund 240 Jahren. Quelle: Kurhannoversche Landesaufnahme um 1780 / Google Earth.  


Um der Jahr 1850 fand in unserer Heimat eine einschneidende Flurbereinigung statt: die Verkopplung. Im Rahmen dieser Maßnahme wurde eine verblüffend exakte Karte gezeichnet, die für uns heute noch so manche spannende Information bereithält. Diese Karte lässt sich ebenfalls ins aktuelle Satellitenbild in Google Earth integrieren. 

Bild: Wochenendgebiet vor rund 150 Jahren. Quelle: Verkopplungskarte um 1850 / Google Earth.


Auch auf der Verkopplungskarte erkennt man, dass das heutige Wochenendgebiet einst noch als landwirtschaftliche Fläche genutzt wurde. Zahlreiche kleinere Parzellen waren unterteilt. Einige haben sich namentlich sogar noch bis heute erhalten. dazu gleich mehr. 

Blickt man in der Geschichte etwas weiter, so kann man sich die Karte des War Office von 1945 ansehen. Sie zeigt das heutige Wochenendgebiet bereits bewaldet - jedoch noch immer unbesiedelt. 

Bild: Wochenendgebiet vor rund 70 Jahren. Quelle: War Office 1945. 


Die Auswirkungen der Verkopplung werden besonders deutlich, wenn man die Karte von 1945 als Overlay in Google Earth einbindet und mit den älteren Kartendarstellungen vergleicht. 

Man erkennt, dass sich die Größe der Felder und der Verlauf der Aller im Süden stark gewandelt hat. 

Bild: Wochenendgebiet vor rund 70 Jahren. Quelle: War Office 1945 / Google Earth. 


Heute erinnert fast nichts mehr an jene Zeit. Die Infrastruktur hat sich maßgeblich gewandelt. 

Bild: Wochenendgebiet heute - Blick aus Richtung Schwachhausen. Quelle: Hendrik Altmann. 



Bild: Wochenendgebiet heute - Blick aus Richtung Schwachhausen. Quelle: Hendrik Altmann. 


Lediglich einige alte Namen geben Hinweis darauf, dass sich hier einst ausgedehnte Felder erstreckten. Beispielsweise lautet einer der interessantesten Straßennamen des heutigen Wochenendgebiets "Brodacker". Auch der geschichtliche laue wird hier schnell darauf kommen, dass der Name auf ein Feld deutet, auf dem Getreide, zur Herstellung von Brot, angebaut wurde. Aber weit und breit ist ein solches Feld heute natürlich nicht mehr zu sehen. 

Bild: Wochenendgebiet heute - Straße "Brodacker". Quelle: Hendrik Altmann. 


In der Verkopplungskarte von1850 ist dieser Flurname noch enthalten. Die "Brodäcker" lagen einst entlang der heutigen Straße. Sie bestanden einst nicht aus einer zusammenliegenden Fläche, sondern aus vielen kleinen Teilstücken, die im Zuge der Verkopplung zusammengeschlossen wurden. 

Bild: Die "Brodacker". Quelle: Verkopplungskarte von 1850. 


Auch der Name "Bettenhop" (in der Karte von 1780 noch als "Bettenhoop" geschrieben) erklärt sich auf diese Weise. Anders als man vielleicht vermuten könnte liegt der Ursprung des namens nicht in einer alten Hofstelle, sondern in "Betten" und "Hoop". Das "Hoop" steht dabei für (Plattdeutsch) "Haufen" - also vermutlich eine Fläche auf der einst Heu gelagert und auf Haufen aufgeschichtet worden ist. 

Bild: Die "Bettenhoop". Quelle: Verkopplungskarte von 1850. 


Von den Äckern ist heute freilich nichts mehr zu erkennen. Lediglich an der Straße zwischen Nordburg und Schwachhausen finden sich noch Feldflächen, die bereits in jener alten Zeit bewirtschaftet worden sind. 

Bild: Wochenendgebiet heute. Quelle: Hendrik Altmann. 


Bild: Wochenendgebiet heute. Quelle: Hendrik Altmann. 


Bild: Wochenendgebiet heute. Quelle: Hendrik Altmann. 


Bild: Wochenendgebiet heute. Quelle: Hendrik Altmann. 


Bild: Wochenendgebiet heute. Quelle: Hendrik Altmann. 


Viele der alten Flurbezeichnungen sind heute bereits längst vergessen. Die zugehörigen Felder bestehen ebenfalls seit gut 100 Jahren als solche nicht mehr. Das Wochenendgebiet ist damit einer der Räume im Landkreis Celle, die sich innerhalb der letzten 250 Jahre am gravierendsten verändert haben. Erst fanden sich hier Feldflächen, die zu Wald wurden. Dieser wurde später durch Besiedlung vollkommen umfunktioniert. 

Hendrik Altmann




Dienstag, 6. Januar 2015

Saxhorst bei Langlingen - Hinweise auf eine alte Burganlage?



Bereits in einigen vorherigen Beiträgen wurden einige Standorte (möglicher) alter Burgen erläutert. Dies waren unter anderem: 


Es deutet einiges darauf hin, dass es noch weitere, bislang nicht erforsche Wehr- und Schutzburgen in der Region gegeben hat. Unabhängig von ihrer mutmaßlichen Entstehungszeit dienten derartige Befestigungsanlagen unterschiedlichen Zwecken. Bereits zu anderer Stelle war die These aufgestellt worden, dass der Raum Celle, vorwiegend  der östliche Landkreis, zwischen 600 und 800, eine Grenzregion war.  

Schon die Tatsache, dass die Aller als Fluss eine natürliche Grenze darstellt, nachgewiesene Wehranlagen in diesem Bereich vorhanden waren und auch spätere politische Grenzen (Gaue) hier vorhanden waren, stützt diese Vermutung. 

Allerdings hat sich die Landschaft stark verändert und es existieren kaum noch natürliche Bodenstrukturen, die Aufschluss über die einstigen Verhältnisse geben könnten. Im Bereich der Flussverläufe gab es zahlreiche bauliche Maßnahmen, sodass die ursprünglichen Umstände kaum mehr rekonstruierbar sind. 

Und trotzdem gibt es Hinweise auf Orte an denen einstige Wehr- und Schutzanlagen gestanden haben könnten. Ein solcher Ort ist auch die "Saxhorst" (auch "Sachshorst" bei Langlingen. 

Bild: Saxhorst unmittelbar südlich der Aller bei Langlingen. Quelle: Kurhannoversche Landesaufnahme 1780. 


Bereits in der Kurhannoverschen Landesaufnahme war an der Aller bei Langlingen ein besonderer Ort namentlich verzeichnet: die sogenannte "Saxhorst". Der Flurname entwickelte sich in späteren Kartenwerken hin zu "Sachshorst". Diese Feldflur liegt direkt südlich der Aller, etwa 2 Kilometer vor Langlingen. 

Bild: Saxhorst unmittelbar südlich der Aller bei Langlingen. Quelle: Google Earth. 


Schon Friedrich Barenscheer vermutete einen Zusammenhang zu Wehr- oder Schutzburgen und nannte die Saxhorst in seinem Flurnamenbuch im entsprechenden Kontext. Er nahm an es könnte sich sogar um eine Ringwallanlage gehandelt haben, wie sie etwa beim Burgwall in Burg besteht. 

Belege für diese Theorie gibt es bislang keine. Es scheint jedoch auch sehr unwahrscheinlich zu sein solche heute noch finden zu können. Somit bleibt nur, sich die heute noch sichtbaren, geografischen Merkmale des Objektes vor Augen zu führen. 

Die Saxhorst liegt in unmittelbarer Nähe zur Aller. Auch wenn man die Entwicklung des Flussverlaufes in das Kalkül einbezieht, kommt man zu dem Ergebnis, dass der Fluss schon immer in dieser Gegend verlief. Somit müsste die (mögliche) Burg / Anlage auch früher schon in unmittelbarer Flussnähe gestanden haben. Dies ist nicht unbedingt ein Gegenargument gegen die Annahme, dass es solch eine Burg / Anlage gegeben hat. Einige Burgen wurden sogar ganz bewusst in solch unwirtlichen und nassen Gegenden erbaut, um sie schwerer einsehbar zu machen.  

Bild: Saxhorst unmittelbar südlich der Aller bei Langlingen. Quelle: Verkopplungskarte 1851 / Google Earth. 


Südlich der Saxhorst befand sich noch vor rund 60 Jahren ein Flussmeander der Aller. Die als Saxhorst verzeichnete Fläche müsste demnach einst wenigstens im Halbrund von Wasser umschlossen gewesen sein. Dies belegen verschiedene Kartenwerke. 

Bild: Saxhorst unmittelbar südlich der Aller bei Langlingen. Quelle: Preußisches Messtichblatt 1899 / Google Earth. 


Bild: Saxhorst unmittelbar südlich der Aller bei Langlingen. Quelle: War Office Map 1945 / Google Earth. 


Die Spuren des einstigen Allerverlaufes sind auch heute noch weithin sichtbar. Der Boden ist dort merklich dunkel gefärbt. 

In späterer Zeit wurde westlich der Saxhorst der Langlinger Campingplatz erbaut. Es liegen keine Hinweise auf Bodenfunde in dieser Gegend vor. Auch bei der Flussbegradigung der Aller wurden scheinbar keine entsprechenden Bodenfunde gemacht. 

Bild: Saxhorst unmittelbar südlich der Aller bei Langlingen. Quelle: Google Earth. 


Heute ist die Saxhorst eine unscheinbare Ackerfläche. Lediglich eine auffällige dunkle Bodenverfärbung deutet noch darauf hin, dass die Aller hier einst mächtige Flussschleifen innehatte. 

Bild: Saxhorst unmittelbar südlich der Aller bei Langlingen. Quelle: Hendrik Altmann. 



Bild: Saxhorst unmittelbar südlich der Aller bei Langlingen. Quelle: Hendrik Altmann. 


Der alte Flurname "Saxhorst" ist auffällig. "Horst" steht gemeinläufig für eine Fläche, auf der vormals Bäume standen und nun nur noch Baumstümpfe und Gestrüpp übrig ist. Der Zusatz "Horst" ist dabei recht weit verbreitet in der Region (z.B. Flackenhorst, Habighorst...).  Bereits die Kurhannoversche Landesaufnahme zeigte eine solche Fläche, auf der nur kleine Büsche verzeichnet waren (s.o.). 

Ungewöhnlich ist, dass in eben dieser Karte die Saxhorst als erhöhte, rundliche Stelle verzeichnet wurde. Die Allerdünen, welche für die nähere Region typisch sind, befinden sich jedoch alle auf dem nördlichen Flussufer. Die Saxhorst bildet hier eine Ausnahme - ein möglicher Hinweis auf eine künstlich angelegte Fläche? 

Die Kirchengemeinde in Langlingen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits im 13. Jahrhundert wurde das Langlinger Kirchspiel in einer Urkunde im Klosterarchiv Wienhausen erwähnt. Allerdings geht die Besiedlung in der Gegend bereits auf viel frühere Zeit zurück und ist nicht lückenlos urkundlich belegt. 

Letztlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Saxhorst einst ein Beobachtungsposten war. Ob hier allerdings tatsächlich eine verschollene Burganlage zu suchen ist, bleibt fraglich. Da sich heute leider kaum noch verwertbare Hinweise finden, wird es bis auf Weiteres wohl eine Spekulation bleiben, dass hier einst eine alte Wehr- oder Fluchtburg gestanden hat. 


Hendrik Altmann



Dienstag, 23. Dezember 2014

Weihnachten im / nach dem Ersten Weltkrieg


In diesem Jahr jährte sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Ein guter Anlass um einmal einen Blick in das Dezember-Heft der Deutschen Kriegsopferversorgung zu werfen, welches im Jahr 1934 über die Weihnachtsfeste im und nach dem Ersten Weltkrieg berichtete. 

Wie die Aufmachung der Herzte zeigt, handelt es sich sicherlich um Propaganda - und trotzdem spiegelt es ein Stück Zeitgeschichte wider. 

Bild: Weihnachten im Schützenunterstand. Quelle: Deutsche Kriegsopferversorgung, Heft Dezember 1934. 


Vor Ausbruch des Krieges ging es der Deutschen Bevölkerung flächendeckend recht gut - auch wenn gravierende Unterschiede im Einkommensniveau bestanden. 

Bild: Weihnachten 1913. Quelle: Deutsche Kriegsopferversorgung, Heft Dezember 1934. 


Für viele Soldaten kam der erste Weihnachtsabend im krieg unerwartet - es war angenommen worden man sei zum Weihnachtsfest bereits wieder in der Heimat. Auch die oberste Heeresleitung ging zu Beginn des Krieges noch davon aus, dass Frankreich bis Weihnachten bezwungen sei und der Krieg schnell wieder vorbei sei. 

Es kam jedoch anders. Und so erlebten nicht nur die deutschen Soldaten den ersten Kriegswinter fern der Heimat. Im Heft der Kriegsopferversorgung aus dem Jahr 1934 ist natürlich keine Rede vom Heimweh und den Nöten der Kämpfer. Diese waren aber gewiss alles andere als glücklich, so weit von ihren Familien entfernt zu sein. 

Bild: Weihnachten 1914. Quelle: Deutsche Kriegsopferversorgung, Heft Dezember 1934. 


Bereits im Jahr 1915 war das Ende des Krieges in weite Ferne gerückt. Ein schneller Sieg war bislang nicht eingetreten. Schlimmer noch: der Kampf hatte sich in zermürbenden Grabenkämpfen festgefressen. 

Bild: Weihnachten 1915. Quelle: Deutsche Kriegsopferversorgung, Heft Dezember 1934.


Die großen Feldschlachten bei Verdun und an der Somme brachten keine klaren Sieger hervor. Ganze Armeen saßen sich dementsprechend auch zum Weihnachtsfest im Jahr 1916 in ihren Schützengräben und Unterständen gegenüber. 

Bild: Weihnachten 1916. Quelle: Deutsche Kriegsopferversorgung, Heft Dezember 1934.


In der Heimat wurden die Lebensmittel rationiert. Die Wirtschaft war nun voll auf den Krieg ausgerichtet. Die Seeblockade und der Kampf an allen Fronten sorgte schließlich dafür, dass ein gesamtes Volk am Rande des Existenzminimums lebte. Vielen war klar, dass dieser zermürbende Krieg nicht mehr zu gewinnen war. Die Materialschlachten forderten große Opfer und abermals nahte ein Weihnachtsfest, welches die Soldaten aller Nationen im Schützengraben erleben mussten...

Bild: Weihnachten 1917. Quelle: Deutsche Kriegsopferversorgung, Heft Dezember 1934.


Nach der Kapitulation Deutschlands verbesserte sich die Lage im Land kaum. Die enormen Verluste, die wirtschaftlichen Einbußen durch Repressionen und die harten Auflagen der Siegermächte verschärften die Situation noch. 

Zwar konnten die Soldaten im Jahr 1918 wieder einmal ein Weihnachtsfest in ihrer Heimat erleben - aber diese hatte sich enorm verändert. Auch dies wird im vorliegenden Heft thematisiert - allerdings mit einem recht eindeutigen Verständnis der Geschichte...

Bild: Weihnachten 1918. Quelle: Deutsche Kriegsopferversorgung, Heft Dezember 1934.


Die Weimarer Republik wird in der Betrachtung völlig außen vor gelassen. Bereits hier wird die Intention des Autors deutlich auf die Kommende Zeit und die Herrschaft des Nationalsozialismus anspielen zu wollen. 

Und so erlebte man im Jahr 1933 das erste Weihnachtsfest unter der gefestigten Diktatur Adolf Hitlers. Was im Heft so positiv und fröhlich klingt, ist letztlich der Anfang vom Ende. Schon bald bereitete sich Deutschland auf den nächsten vernichtenden Krieg vor. 

Bild: Weihnachten 1933. Quelle: Deutsche Kriegsopferversorgung, Heft Dezember 1934.


Was die Propaganda nicht vermittelt ist der objektive Blick auf die Geschichte. Aber auch diese, aus heutiger Sichtweise verblendete Art die Geschichte auszulegen, zeugt von etwas Wesentlichem: welch schwere Zeit auch herrschte - das Weihnachtsfest wurde trotzdem immer als etwas Besonderes empfunden und gefeiert. Ganz gleich, ob auf See, im Unterstand oder im Feldlazarett. 

Diese sehr menschliche Weise, trotz Not und Krieg das Weihnachtsfest zu feiern zeigt uns, wie vielschichtig Geschichte doch sein kann. 

Bild: Weihnachten an Bord eines Kriegsschiffes. Quelle: Deutsche Kriegsopferversorgung, Heft Dezember 1934.


Bild: Weihnachten im Unterstand. Quelle: Deutsche Kriegsopferversorgung, Heft Dezember 1934.


Bild: Weihnachten - Ankunft der Pakete an der Front. Quelle: Deutsche Kriegsopferversorgung, Heft Dezember 1934.


Bild: Weihnachten im Feldlazarett. Quelle: Deutsche Kriegsopferversorgung, Heft Dezember 1934.


Die Bilder haben zwar einerseits etwas Befremdliches - andererseits zeigen sie auch, dass es Menschen waren, die das Weihnachtsfest als einen elementaren Bestandteil ihrer Kultur feiern wollten. Und es waren nicht nur die deutschen Soldaten, die auf diese Weise das Fest erlebten. 

Irgendwie hat es fast etwas Beruhigendes, dass das Weihnachtsfest selbst in solchen schweren Zeiten immer noch etwas Besonderes und Einzigartiges war. es verkörpert eine unglaubliche Konstanz. 

Wir sollten uns heute freuen, dass es uns vergönnt ist Weihnachten auf eine andere Weise erleben zu können. Gleichzeitig muss man sich ins Gedächtnis rufen, dass es nicht überall so friedlich ist wie bei uns. Es ist somit bei Weitem nichts Selbstverständliches - dafür muss man dankbar sein. Man sollte sich also auf das Wesentliche besinnen und zur Ruhe kommen. Denn darin liegt schließlich das Besondere an diesem Fest. 

Schöne Weihnachten, 
Hendrik



Freitag, 19. Dezember 2014

Ein kleiner Fund mit einer großen Historie



Manchmal sind es die kleinen Dinge, die es immer wieder auf's neue interessant machen. 

So war es auch am vergangenen Wochenende, als ich auf einem Acker in Familienbesitz in meinem Suchgebiet mit dem Metalldetektor unterwegs war. Normalerweise finden sich auf Äckern viele unterschiedliche Fundstücke. Hier war es leider nicht so. Ich war ca. 1 Stunde unterwegs und fand vor allem eins - Plastik-Patronenhülsen von einem alten Bundeswehrmanöver. 

Un doch war ein wirklich schöner Fund dabei. Ein überdurchschnittlich großer Knopf - aus einem Stück gefertigt und verziert mit einem Adler. Dieser trägt eine Krone auf dem Kopf und seine Krallen umfassen ein Zepter (zur Rechten) und einen Reichsapfel (zur Linken). 

Klar - die Experten werden das Symbol richtig als den preußischen Wappenadler deuten. 

Bild: preußischer Uniformknopf, gefunden im Flotwedel. Quelle: Hendrik Altmann.  


Aber damit nicht genug. Der Knopf trägt eine schwach lesbare Beschriftung in Form eines "FR" - was mag es bedeuten? Das "FR" im Wappen steht für "Frederics Rex" - für Friedrich I. von Preußen, bzw. seinen Sohn Friedrich II. von Preußen - "Friedrich den Großen" - auch "der Alte Fritz. 

Gefunden habe ich den entsprechenden Knopf auch in einer Online-Auktion. Hier wird er für  ca. 50 € gehandelt, was mir in Anbetracht des Erhaltungszustandes recht hochgegriffen erscheint. 

Bild: preußischer Uniformknopf, gefunden im Flotwedel. Quelle: Hendrik Altmann.  


Zu beachten ist aber auch die Rückseite des Knopfes. Hier findet sich ein eindeutiger Hinweis auf den jeweiligen Hersteller. In diesem Fall ist es "Wilhelm Berg" aus Lüdenscheid

Bild: preußischer Uniformknopf, gefunden im Flotwedel. Quelle: Hendrik Altmann.  



Die Knopffabrik in Lüdenscheid blickte auf eine lange Historie zurück. Wilhelm Berg hatte sie 1830 gegründet. Sein Sohn, Carl Berg, führte das Unternehmen fort und legte den Grundstein für die Knopfproduktion aus Aluminium. 



Seit 1891 fertigte die Firma in Lüdenscheid vor allem Zelthaken und andere Erzeugnisse für den militärischen Versorgungsgebrauch aus Aluminium. 

Der gefundene Knopf wird somit vermutlich aus der Zeit zwischen 1830 und 1890 stammen, als sich die Knopfproduktion noch auf Kupfer, Eisen und jeweilige Legierungen spezialisiert hatte. Die Uniformknöpfe wurden vor allem für die militärische Nutzung produziert - hier für die preußische Armee. Es kann davon ausgegangen werden, dass der gefundene Knopf aus der Zeit nach 1860 stammt, zumal das Königreich Hannover in diesem Jahr durch Preußen annektiert wurde. 

Somit blickt dieser unscheinbare Fund auf eine Geschichte von rund 150 Jahren zurück. Er wurde vermutlich von einem preußischen Soldaten im Flotwedel verloren, bzw. hing an einer preußischen Uniformjacke, die irgendwie ins Flotwedel gelangte. Vielleicht wurde die Jacke auf dem Feld getragen, oder auf dem entsprechenden Hof. Der Knopf könnte also auch mit dem Mist ausgestreut worden sein. Zumindest ist er ein interessantes und zudem gut erhaltenes Stück Geschichte. 


Hendrik Altmann



Dienstag, 16. Dezember 2014

Heiliger Berg bei Sandlingen



Wir meinen heute jeden Winkel unserer Umgebung zu kennen. Auf die heutige Zeit mag das zutreffen, aber was war in der Landschaft früher los? Alte Karten zeigen, dass sich die Besiedlung, Raumnutzung und Ausgestaltung der Region stark gewandelt haben. Während einige Ortschaften auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken können, sind andere völlig aus dem Fokus verschwunden - und vergessen. 

Oft sind es nur noch alte Namen, die auf solche vergessenen Orte und Plätze hindeuten. Aber auch diese Bezeichnungen geraten immer stärker in Vergessenheit. Einige der Flurnamen sind überliefert und wurden über die Jahre gesammelt. Aus heutiger Sicht kann es spannend und anspruchsvoll sein, die alten Bezeichnungen richtig zu deuten. 

Die ersten Karten, welche die Feldflur maßstabsgetreu und genau abbildeten, waren die Verkopplungskarten, welche in der Zeit zwischen 1850 und 1860 aufgenommen wurden. Diese kartografischen Werke sind die ältesten Nachweise für die Flurbezeichnungen. 

Nordwestlich des Ortes Sandlingen ist der Name "Heiliger Berg" verzeichnet. Mittels der Overlay-Technik lässt sich die genaue Position dieser Flur im aktuellen Satellitenbild verorten. 

Bild: Heiliger Berg bei Sandlingen (Karte nicht eingenordet - hier: Westen oben). Quelle: Google Earth, Overlay mit Verkopplungskarte 1858). 


Die Karte zeigt den Ort Sandlingen (oben) sowie den ehemaligen Verlauf der Oker. Der "Heiligen Berg" liegt am Rand des einstigen / ursprünglichen Flussverlaufes. 

In der Vergrößerung ist die Bezeichnung besser zu erkennen: 

Bild: Heiliger Berg bei Sandlingen. Quelle: Verkopplungskarte 1858). 


Auch in früheren Kartenwerken ist an der bezeichneten Stelle ein Berg erkennbar. In der Kurhannoverschen Landesaufnahme beispielsweise hebt sich der Berg durch eine deutliche Schattierung ab. 

Bild: Heiliger Berg bei Sandlingen. Quelle: Kurhannoversche Landesaufnahme 1780. 


Woher mag diese seltsame Name stammen? Der Bestandteil "heilig" (von "hilig" - auch "hilgen") taucht ebenfalls anderen Ortes vielfach auf. In der Südheide allgemein gibt es zahlreiche Flurnamen die an die Religion der Vorfahren erinnern. Heilige Stätten spielten dabei immer eine große Rolle. Zumal in den traditionellen und heidnischen Religionen die Natur eine erhebliche Bedeutung besaß, wurden meist Quellen, Wälder / Haine und Berge zu kleinen "Heiligtümern". Bereits der römische Geschichtsschreiber Tacitus bemerkte: "Haine und Wälder weihen sie ihren Göttern". 

In frühster Tradition der einstigen Volksstämme gab es unterschiedlichste heilige Orte. Diese wurden meist auf sachliche Objekte angewendet. Anders als in der späteren christlichen Tradition waren keine Personen heilig, sondern bestimmte Gegenstände und Orte. 

Bild: Heiliger Berg bei Sandlingen. Quelle: Hendrik Altmann. 


Heiligtümer - das waren Orte an denen man den Göttern näher war als anderswo. Heilige Elemente waren u.a. das Feuer und das Wasser. Bis ins späte Mittelalter schrieb man dem Wasser Heilkräfte zu, reinigende und stärkende Wirkung, die u.a. ausgenutzt wurde, um Krankheiten zu kurieren. So wurde beispielsweise das erste Celler Pestkrankenhaus in unmittelbarer Nähe zum klaren Wasser der Ratsteiche angelegt. Das Wasser sollte bereits in ältester Tradition von bösen Dämonen befreien und die Seele reinigen. Hier lebten die "Wasserholden" - sie verbanden gleichsam Ober-und Unterwelt. Die Verehrung heiliger Quellen und Wasserströme besaß somit eine besondere Bedeutung in der Tradition unserer Vorfahren. Solche Stätten dienten ebenfalls für Versammlungen und Besprechungen. 

Der "Heiligen Berg" bei Sandlingen passt geradezu vorbildlich in diese Beschreibung. Die Erhebung ist eine uralte Sanddüne, welche am Ufer des alten Okerverlaufes entstanden war. Die ursprüngliche Oker schlängelt sich noch heute unweit von Sandlingen durch den Wald. Und noch heute spürt man hier die Kraft und Vollkommenheit der Natur. 

Bild: Alte Oker bei Sandlingen. Quelle: Hendrik Altmann. 


Bereits Friedrich Barenscheer vermutete einen heidnischen Opferplatz bei Sandlingen. Ob man soweit gehen möchte mag dahingestellt bleiben, denn es wurden nie Spuren eines solchen Kultplatzes gefunden. Obgleich noch in sächsischer Zeit Tier- und Menschenopfer weit verbreitet waren, gibt es keine Anzeichen dafür, dass solche ebenfalls am Heiligen Berg bei Sandlingen stattgefunden haben. Es wurde zwar bislang nicht nach solchen Spuren geforscht, aber es gab ebenfalls zahlreiche Orte, denen alleine aufgrund ihrer natürlichen Ausstrahlung eine gewisse Heiligkeit zugesprochen wurde. 

Obwohl die Natürlichkeit des "Heiligen Berg" bei Sandlingen aufgrund von Land- und Forstwirtschaft stark beeinträchtigt wurde, spürt man dort noch heute, was unsere Vorfahren einst dazu bewegt haben muss, diesen Ort als etwas Besonderes anzusehen. Es ist die Ruhe und Natur, die diesen Ort zu etwas unglaublich Schönem und Vollkommenen macht. 

Dabei ist sehr wahrscheinlich, dass der "Heilige Berg" bereits in ältester Zeit eine derartige Wirkung auf die Menschen entfaltet haben muss. Zumal es sich um eine uralte Dünenaufwerfung im Bereich des Urstromtals der Aller handelt, kann davon ausgegangen werden, dass dieser Berg bereits ein Alten von weit mehr als 4.000 Jahren aufweist. Damit dürfte der "Heilige Berg" folglich in allen Zeiten vorhanden gewesen sein, als traditionelle Religionen verbreitet waren. 


Hendrik Altmann


Dienstag, 9. Dezember 2014

Celle - vor 103 Jahren (CZ vom 7. Dezember 1911)





Celle. Es ist das Jahr 1911. Die Stadt hatte seit 1860 an Einfluss und Bedeutung eingebüßt - das war jedoch bereits "Schnee von Gestern". Erstmals seit Langem bestimmte eine gesteigerte Verbundenheit die Deutschen - auch in Celle. Das Deutsche Reich war in der Blüte seiner Macht angekommen. Vielen ging es in dieser Zeit sehr gut - anderen sehr schlecht. Während sich das Bürgertum in Varietees und Theatern vergnügte, verdienten Fabrikarbeiter so schlecht, dass sie kaum ihre Familie ernähren konnten. Diesem Umstand war es zu verdanken, dass die sozialen Parteien, allen voran die SPD, erheblich an Wählerschaft gewannen. Im Deutschen Reich gab man sich in dieser Zeit dem Streben nach Weltmacht hin. Gleichsam mit den europäischen Nachbarstaaten wollte man auf Augenhöhe stehen. 

Was niemand ahnte war, dass die im Jahr 1912 stattfindende Reichstagswahl die letzte des Deutschen Kaiserreiches sein sollte. Niemand sah das kommen, was später als die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden sollte: den Ersten Weltkrieg. 

In diesem Beitrag wollen wir einen Blick in das Tagesgesehen des 7. Dezember 1911 werfen - einem Tag wie heute...genau vor 103 Jahren. 


Die einzelnen Artikelausschnitte lassen sich durch Anklicken vergrößern. 


Direkt auf der Titelseite findet sich eine "obrigkeitliche Bekanntmachung" betreffend der kommenden Reichstagswahl

Demnach konnte jedermann die die entsprechenden Wahllisten einsehen. Es war möglich Einwände in Form eines Einspruchs zu äußern, wenn die Listen unvollständig bzw. unrichtig waren. Dem jeweiligen Gemeinde- oder Gutsvorsteher oblag es allerdings diese Einwände für begründet zu bewerten. 

Die Wahlen im Kaiserreich wurden zwar offiziell und ordentlich durchgeführt. Allerdings waren die damit verbundenen Konsequenzen recht mäßig im Vergleich zu den späteren demokratischen Wahlen. 

Zwar besaßen die Deutschen Staatsbürger ein offizielles Wahlrecht. Allerdings war das Wahlalter auf 25 gesetzt und somit schied hier bereits ein erheblicher Teil der Deutschen von der Wahl aus. 

Weiterhin durften Frauen nicht wählen. Diejenigen, welche auf einem Gut wirtschafteten (was einst nicht wenige waren) wählten so wie der Gutsherr. 

Die individuelle Meinungsbildung war also begrenzt. So kam es, dass von allen Deutschen etwa nur 20-25% tatsächlich ihre eigene Wahl trafen. Und selbst dann war der König nicht an das Ergebnis gebunden. 

Es sollte noch einige Zeit vergehen, bis eine deutsche Verfassung entstehen konnte und sich der Grundsatz "alle Macht geht vom Volke aus" sich durchsetzen konnte. 


Besonders kurios sind in dieser Ausgabe der Zeitung die Lokalmeldungen. 

Hier ist die Rede von einem Musketier, der 11. Kompanie des Infanterieregiments Nr. 77, welcher sich bei Oppershausen erhängte. Der Grund wurde in der Ausgabe vom 7. Dezember 1911 ebenfalls genannt: Liebeskummer

Weiterhin wollte der "Herr Gärtner Wietfeldt" nochmals darauf hinweisen, dass er mit der Kindesmordaffäre nichts zu tun gehabt hätte. Das Makabrere an der Geschichte: die Leiche war anscheinend zerstückelt worden. 

Ohne Weiteres war leider nicht herauszufinden, wie die Geschichte ausging und ob der Mörder gefasst werden konnte. In jener Zeit trieb ebenfalls der Serienmörder Fritz Haarmann sein Unwesen. Sein erster Mord wird ihm im Jahr 1916 zugeschrieben. Haarmann ermordete insgesamt 24 Jungen im Alter zwischen 10 und 22 Jahren. 


Weiterhin nahm der Celler Flottenverein seine Versammlungen wieder auf. Einst waren derartige Ortsgruppen und Vereine sehr beliebt. 



Auch die weiteren Lokalmeldungen zeigen, wie das kleinstädtische leben einst ablief...

Beliebter Anlaufpunkt war einst das sogenannte "Kaiserpanorama". Wer nun eine Art Kino vermutet, der liegt nicht falsch, aber eben auch nicht ganz richtig. 

Das Kaiserpanorama war ein, für die damalige Zeit sehr moderner Apparat, mit dem sich Diabilder aus der ganzen Welt in jede Kleinstadt bringen ließen. 

Mt einem Kino hatte es dennoch noch nicht viel zu tun - es gab weder Leinwand noch einen Film. Celle war eine von 250 Kleinstädten, die in den Genuss eines solchen Medienspektakels kam. 



Eine weitere lesenswerte Nachricht stammt aus der Strafkammer. - Unlauterer Wettbewerb war einst demnach wohl bereits bekannt, aber man kam anscheinend noch recht glimpflich davon...

Bild: Die Kammerlichtspiele um 1920. 


Liest man zwischen den Zeilen, wird bereits Ende des Jahres 1911 deutlich, dass die politischen Mächte in Europa einander nicht wirklich vertrauten. Da ist von "geheimen Abkommen" die Rede...

Bild: Die Kammerlichtspiele um 1920. Quelle: CZ. vom 7.12.1911. 


Aber auch recht skurrile Meldungen fanden in das Blatt dieses Tages Eingang, wie etwa ein Beitrag über eine Affenjagd in der Berliner Börse oder über fliegende Frösche. 







Nachfolgend einige interessante Meldungen/Mitteilungen aus dem Anzeigenteil...










Obgleich der große Erste Weltkrieg noch in weiter Ferne lag, wird bereits gegen Ende des Jahres 1911 deutlich, dass sich das weitreichende Veränderungen anbahnen. Allerdings dürften die Anzeichen für viele einst noch nicht sichtbar gewesen sein. Alles in Allem ein interessanter Einblick in die Geschichte vor genau 103 Jahren. 

Hendrik Altmann