f Heimatforschung im Landkreis Celle

Donnerstag, 17. Januar 2019

Blickwinkel #8 - Celle, Bomann-Museum



Schon in früheren Zeiten entstanden in Stadt und Landkreis herrliche Aufnahmen von Sehenswürdigkeiten, Straßenszenen und alltäglichen Begebenheiten. Manchmal sticht erst beim direkten Vergleich mit heutigen Aufnahmen ins Auge, was sich im Laufe der Zeit verändert hat. In der Serie Blickwinkel werden alte Fotografien im historischen und lokalen Kontext vorgestellt. 

Es ist ein Ort an dem tagtäglich hunderte Menschen vorbeigehen - das Celler Bomann-Museum mitten im Herzen der Stadt. Gegründet wurde es im Jahr 1892 als Vaterländisches Museum. Wilhelm Bomann war Initiator und Leiter des Museums. Bei seiner Errichtung am Schlossplatz verfügte das Bomann-Museum noch über einen markanten Turm, der später zurückgebaut wurde. 

Bild: Postkarte, Bomann-Museum. Quelle: Hofphotograph Harder, Celle, 1929. 

Zur Geschichte des Celler Bomann-Museums gibt es hier weitere Informationen: Klick

Die heutige Szene stellt sich recht ähnlich dar. Schlossplatz, Museum und Stadtkirchturm. Allerdings wurde das Soldatendenkmal, dass sich einst direkt vor dem Schloss befand, entfernt. In der heutigen Ansicht zeigt sich das Gebäude des Bemann-Museums darüber hinaus ohne den Turmaufbau. 

Bild: Bomann-Museum heute. Quelle: H. Altmann, 2018. 

Der direkte Vergleich der Bilder zeigt, wie beständig das Woman-Museum in den vergangenen 100 Jahren gewesen ist. Es ist ein fester Bestandteil der Celler Innenstadt und hat dessen Gesicht über die Jahre geprägt. 

Bild: Bomann-Museum, Celle, Bildmontage. Quelle: H. Altmann. 

Auch wenn sich die Umgebung des Museums teilweise verändert hat - in seinen wesentlichen Bestandteilen ist das ursprüngliche Erscheinungsbild dasselbe wie bei der Erbauung. 

H. Altmann


Dienstag, 15. Januar 2019

Neuerscheinung: Die Luftmunitionsanstalt 4 / XI und die Untertageverlagerung Löwe



Demnächst erhältlich - Vorbestellungen möglich. 

Inhalt: 

Die Luftmunitionsanstalt 4/XI diente im Rahmen des Nachschubs der Luftwaffe als eine Art Logistikzentrum. Insbesondere für die Operationen auf Kreta sowie in Nordafrika wurden Ausrüstungs- und Munitionskontingente abgewickelt. Bei Kriegsende wurden die Einrichtungen gesprengt und später von den britischen Truppen zur Vernichtung von Kampfmitteln verwendet. 

Die Untertageverlagerung mit dem Decknamen "Löwe" war ein Geheimprojekt, das in den letzten Kriegsmonaten realisiert werden sollte. Vorgesehen war Teile der Firma Schelter & Giesecke, die als kriegswichtiger Zulieferungsbetrieb Flugzeugteile für die Firma Focke-Wulff fertigte, in Stollen des einstigen Kalisalzschachtes "Fallersleben" bei der Habigorster Höhe, zu verlagern. Darüber hinaus wurden bis Kriegsende Akten, Archive und Kulturgüter zum Schutz vor Luftangriffen in den benachbarten Kalisalzschacht "Mariaglück" eingelagert. 

Die Recherchen erfolgten deutschlandweit in verschiedenen Archiven. Darüber hinaus wurden unveröffentlichte Quellen ausgewertet, Zeitzeugen befragt sowie Karten und historische Luftaufnahmen ausgewertet. Im Rahmen zahlreicher Ortsbegehungen konnte das Gesamtbild der einstigen Rüstungsanlagen sowie der heute noch auffindbaren Relikte vervollständigt werden. 

Weitere Informationen zum Buch: Hier klicken

Video: Hier klicken

Weitere Eckdaten: das Buch umfasst 200 Seiten, Hartcover in Farbe. 

Vorbestellungen per E-Mail an: found-places@live.de

Preis: 22,50 €

Frühstes Lieferdatum: 06.02.2019 








Mittwoch, 9. Januar 2019

Vortragsveranstaltung, 26.02.2019


Die letzten Kriegstage im Raum Celle im April 1945 

Mitte April 1945 erreichten Truppenteile der Alliierten den östlichen Landkreis Celle. Die Ereignisse der letzten Kriegstage wurden auszugsweise in Heimatchroniken, Zeitungsartikeln und mündlichen Erzählungen überliefert. Der Autor und Heimatforscher Hendrik Altmann hat sich zusammenhängend und intensiv mit dem Kriegsende im Raum Celle befasst. In seinem im Jahr 2015 zu diesem Thema erschienenen Buch wertet Altmann insbesondere Zeitzeugenaussagen sowie deutsche und alliierte Militärberichte aus. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse stellt er in seinem Vortrag vor.

Ort:                   VHS Celle, Trift 17, Raum 2, 29221 Celle
Zeit:                  26.02.2019, 17:00 - 19:15 Uhr
Kosten:             12,00 €
Kursnummer:   19ACE1002
Kursleitung:      Hendrik Altmann

Alle Informationen: VHS Celle



Dienstag, 8. Januar 2019

Der Luftschutzbunker in Klein Hehlen (Celle)


Historische Orte gibt es eine ganze Menge. Viele davon sind ausgeschildert, in Stadtplänen zu finden und kosten manchmal sogar Eintritt. Es gibt allerdings auch noch historische Orte, die uns kaum - oder sogar überhaupt gar nicht bekannt sind. Manchmal befinden sie sich neben viel befahrenen Straßen, an Bahnstrecken, hinter Bushaltestellen und hinter Häusergärten. Ungefähr so verhält es sich auch mit einem alten Luftschutzbunker, der kürzlich in Klein Hehlen (Celle) wiederentdeckt werden konnte. 

Glücklicherweise blieb die Stadt Celle bis kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs von schweren Luftangriffen verschont. Am 22.02.1945 sowie vor allem am 08.04.1945 wurde die Bedrohung aus der Luft für die Celler Bevölkerung deutlich. Auch wenn die Bombardierungen durch alliierte Luftverbände an diesen beiden Tagen nur wenige Wochen vor Kriegsende erfolgten, wurden ofenbar bereits frühzeitig Maßnahmen ergriffen, die zumindest einen gewissen Schutz gegen Luftangriffe sicherstellen sollten. Hierzu zählten insbesondere die Anlage von Splitterschutzgräben neben den Straßen und der Bau von Luftschutzräumen, wie beispielsweise jene nördlich der Kaserne an der Hohen Wende. 

In Klein Hehlen, an der Petersburgstraße, befindet sich ein Luftschutzbunker in der Böschung der Bahnstrecke Hamburg-Hannover. An jener Stelle stand bis 1961 das geräumige Gasthaus "Petersburg". Bis auf den Straßennamen ist von diesem allerdings nichts mehr erhalten geblieben. Bereits im Jahr 1939 hatte die Stadt Celle die Flächen erworben - nach dem Abriss der Gastwirtschaft wurden die Grundstücke "an der Leegde" neu bebaut. Ein schmaler Streifen zur Bahn blieb allerdings brach liegen - in diesem befinden sich die heute noch vorhandenen Relikte des alten Luftschutzbunkers. 

Bild: Lage der ehem. Gastwirtschaft "Petersburg". Quelle: War Office 1945. 

Bei dem Bunker handelte es sich um eine massive unterirdische Anlage, deren Ausmaße bis heute nicht eindeutig geklärt werden konnten. Die oberirdischen Zugänge wurden vermutlich gegen Ende der 70er / Anfang der 80er Jahre verschüttet. Der Hauptteil des alten Luftschutzbunkers befindet sich unterhalb der Erdoberfläche. Oberirdisch ist von der Luftschutzanlage lediglich ein unauffälliger Erdhügel geblieben. 

Bild: Erdanhäufung hinter der Bushaltestelle in der Petersburgstraße. Quelle: H. Altmann. 

Historische Karten geben lediglich Aufschluss über die Bebauung der ehemaligen Gaststätte - Baupläne oder Karten, die den Luftschutzbunker zeigen, sind bis heute nicht wieder aufgetaucht. Allerdings geben die vorhandenen Karten relativ gut Aufschluss über der mögliche Ausdehnung der einstigen Luftschutzanlage. 

Bild: Lage der Petersburg in Klein Hehlen. Quelle: Karte 1925, Google Earth.

Die Straße "an der Leegde" (ehemals "Parkstraße") führte auf die einstige Gastwirtschaft Petersburg zu. Mittlerweile hat sich das Straßenbild allerdings stark verändert - Spuren der historischen Bebauung sucht man daher vergebens. Einzig auf der rückwärtigen Seite der heutigen Gebäude - in Richtung der Bahnstrecke - finden sich einige bauliche Zeugnisse. 

Bild: An der Leegde - Standort der einstigen Petersburg. Quelle: H. Altmann. 

Von der Petersburgstraße im Norden führt ein schmaler Pfand entlang der Bahngleise, der schließlich an der Unterführung am Bremer Weg einmündet. Entlang dieses Pfades befanden sich 1975 zwei Belüftung- bzw. Aufstiegsschächte. 

Neugierige Schüler (Namen hier nicht genannt) überprüften diese Schächte und stiegen in einen von ihnen rund 3 m ab. Im Innern des Bunkers fanden sie einen Raum von ca. 3,5 x 5 m vor. In Richtung der Bahnlinie befand sich eine Türöffnung, die offenbar jedoch mit Steinen verfüllt worden war. An den Wänden befanden sich noch einige alte Schalter aus Bakelit - sonstiges Inventar war nicht mehr vorhanden. 

Auf der nach Klein Hehlen zugewandten Seite war eine große zwei-flügelige Stahltür vorhanden. Eine Art Rampe führte an dieser Stelle scheinbar in Richtung Erdoberfläche, war jedoch ebenfalls zugeschüttet worden. Ob es tieferliegende Räumlichkeiten gibt, geht aus dieser bereits mehr als 40 Jahre zurückliegenden Darstellung leider nicht hervor. 

Der schmale Pfand neben den Bahngleisen ist heute noch vorhanden. Die Böschung steigt in diesem Bereich relativ stark in Richtung der nördlich gelegenen Petersburgstraße an. 

Bild: Trampelpfad an den Bahngleisen zwischen Bremer Weg und Petersburgstraße. Quelle: H. Altmann. 

Auf der oberen Kante der Böschung wurde eine hölzerne Lärmschutzwand installiert. In diesem Bereich befinden sich die noch vorhandenen Relikte des einstigen Luftschutzbunkers. Diese sind allerdings auf den ersten Blick kaum als solche zu erkennen. 

Bild: Lärmschutzwand zwischen Bremer Weg und Petersburgstraße. Quelle: H. Altmann. 

Kurz unterhalb der Lärmschutzwand ist direkt neben dem Trampelpfad ein unauffälliger Betonklotz zu erkennen, der bereits mit Dornen und Efeu überwuchert ist. Hier befand sich früher ein zweiter Eingang bzw. ein Zugangsschacht zum Bunker. Dieser ist mittlerweile allerdings versperrt und zugeschüttet worden. 

Bild: Ehemaliger Zugangsschacht zum Luftschutzbunker. Quelle: H. Altmann. 

Im schmalen Streifen zwischen der Böschung / Bahnstrecke und den Wohnhäusern (Klein Hehlen) sind auf den ersten Blick ebenfalls keinerlei erkennbare Relikte des Bunkers vorhanden. Dornranken und Unterholz haben diesen Bereich stark in Beschlag genommen - selbst in der kalten Jahreszeit ist das Gelände von einem dichten Pflanzenteppich überzogen. 

Bild: Auf dem alten Luftschutzbunker - dieser ist stark überwuchert. Quelle: H. Altmann.

Auffällig ist allerdings, dass die Fläche sehr gleichmäßig und eben ist. Dies deutet zunächst einmal auf feste Strukturen im Boden hin. Der Bewuchs spricht ebenfalls für diese Annahme, denn es finden sich vorwiegend schnell wachsende und flach wurzelnde Gewächse. 

Bild: Dichter Bewuchs auf dem alten Luftschutzbunker. Quelle: H. Altmann.

Die im Boden befindlichen baulichen Strukturen treten allerdings am Randbereich zu Tage. auf den angrenzenden Wohngrundstücken sind auffällige Hügelstrukturen zu erkennen. Unterhalt der Grasnabe befinden sich die Relikte des einstigen Luftschutzbunkers. 

Bild: Auffällige Hügelstruktur am Rand des alten Luftschutzbunkers. Quelle: H. Altmann.

Eine relativ simple Methode lieferte erste Erkenntnisse über die Abmessungen des Luftschutzbunkers. Mit einem dünnen Metallstab konnte die obere Bodenschicht untersucht werden - die Deckenplatte des Bunkers befindet sich ca. 30 cm unter der Erdoberfläche. An einigen Stellen konnte der Stab deutlich tiefer ins Erdreich getrieben werden. Hier könnten gegebenenfalls weitere Zugänge bzw. Schächte in den Bunker vorhanden sein, die derzeit  eventuell nur mit lockerem Erdreich verschüttet sind. 

Bild: Überprüfung mit einem Metallstecken. Quelle: H. Altmann.

Mit dieser ersten - zugegeben recht einfachen - Methode konnte der ungefähre Umfang des Bunkers ermittelt werden. Im Extremfall könnte er danach eine Deckenfläche von ca. 100 m x 20 m aufweisen. Hier sind sicherlich noch genauere Messungen erforderlich. 

Bild: Mögliche Ausdehnung des Luftschutzbunkers. Quelle: H. Altmann; Google Earth.

Bei der sogfältigen Untersuchung des Bodens wurde ein offener Lüftungsschacht entdeckt. Dieser war lediglich mit Laub bedeckt - offenbarte ansonsten jedoch einen freien Zugang zum Innern des Luftschutzbunkers. Allerdings scheidet dieser Lüftungsschacht als Einstieg aus - er hat einen Durchmesser von lediglich 20 - 25 cm. Dennoch konnte der Lüftungsschacht genutzt werden, um einen kleinen Einblick ins Innere des Luftschutzbunkers zu erhalten. 

Bild: Lüftungsschacht des Luftschutzbunkers. Quelle: H. Altmann.

Mit Hilfe eines ausrangierten Handys, Taschenlampen, Bindfaden und etwas Klebeband konnte noch vor Ort eine behelfsmäßige Untertage-Kamera improvisiert werden. Als Heimatforscher muss man eben etwas erfinderisch sein. 

Bild: Erkundung des Luftschutzbunkers mithilfe einer improvisierten Kamera. Quelle: H. Altmann.

Der Lüftungsschacht reicht ca. 2,5 - 3,0 m in die Tiefe. Der Luftschutzbunker verfügte somit über eine äußerst massive Deckenverstärkung. Annahmegemäß besteht die decke aus Stahlbeton und hätte vermutlich sogar direkte Treffer kleinerer Bomben überstanden. 

Das Innere des Bunkers ist stark versandet. Einerseits handelt es sich dabei um eingeschwemmten Sand - andererseits wurde vermutlich auch Sand von Außen eingebracht. Für diese Annahme spricht unter anderem ein angestellter Plastikeimer, den die Kamera nur wenige Meter neben dem Lüftungsschacht erfasste. Dieser Plastikeimer wurde offenbar beim Zuschütten des Bunkers zurückgelassen und stammt vermutlich aus den 70er Jahren. 

In südliche Richtung eröffnet sich eine breite Tür, die mit Stahlrahmen verstärkt wurde. Möglicherweise handelt es sich hierbei um eine der doppelflügligen Stahltüren, die bereits 1975 von Schülern beobachtet wurden. 

Bild: Das Innere des Luftschutzbunkers mithilfe einer improvisierten Kamera. Quelle: H. Altmann.

In südöstlicher Richtung erfasste die Kamera einen größeren Hohlraum. Die Deckenhöhe beträgt schätzungsweise 2,3 m. Direkt hinter einer Nische, neben der o.g. Doppeltür, befindet sich eine weitere Türöffnung. Es handelt sich dabei ebenfalls um eine Doppeltür, die jedoch vermauert wurde. 

Möglicherweise liegt hinter dieser vermauerten Tür ein Treppenabgang zu tiefer gelegenen Ebenen des Bunkers oder lediglich ein weiterer Raum auf derselben Ebene. 

Bild: Weitere Doppeltür im Bunkerinnern. Quelle: H. Altmann.

Nach einem kleinen Rechtsschwenk, also immer noch in südöstlicher Richtung des Lüftungsschachts, erfasste die Kamera einen massiven Pfeiler. Rechts von diesem liegt die eingangs genannte Doppeltür - links davon die vermauerte Doppeltür. 

Der Pfeiler weist markante Öffnungen - vor allem unmittelbar über dem Boden - auf. Es scheint, dass es sich hierbei um eine Klappe eines Lüftungszugs eines einstigen Kamins bzw. Schornsteins handeln könnte.  

Bild: Möglicherweise ein alter Schornstein / Abzug im Bunker. Quelle: H. Altmann.

Sofern es sich um einen Luftzug bzw. einen Abzug eines Kamins / Ofens handelt, stützt dies die Annahme, dass es noch tiefer liegende Ebenen des Bunkers geben könnte. Regelmäßig waren mehrere übereinander befindliche Räume an denselben Schornstein angeschlossen. 

Es schein logisch, dass der Luftschutzbunker beheizbar gewesen sein müsste - besonders in den kalten Wintermonaten. Dass es einen Kaminabzug gab, erscheint vor diesem Hintergrund nur konsequent, da die Abgase abgeleitet werden mussten. Dass es noch weitere tieferliegende Ebenen des Bunkers gibt, erscheint somit wahrscheinlich. 

Bild: Möglicherweise ein alter Schornstein / Abzug im Bunker. Quelle: H. Altmann.

Ein Schwenk nach Links zeigt den Bereich östlich des Lüftungsschachts. Auch hier hat sich eine erhebliche Menge losen Erdreichs abgelagert. Im Kegel der weit ausgerichteten Taschenlampe ist allerdings in einiger Entfernung das Ende des Raums erkennbar. Der Raum in dem sich der Lüftungsschacht befindet weist somit schätzungsweise eine Größe von 3,5 x 5 m auf. Dies entspräche exakt den Angaben der Schüler, die den Bunker im Jahr 1975 erkundeten. 

Bild: Blick in das Bunkerinnere in östliche Richtung. Quelle: H. Altmann.

Ein weiterer kleiner Schwenk nach Links zeigt ebenfalls das Innere des Raums in östlicher Richtung des Lüftungsschachts. Erkennbar sind hierbei auch die Unmengen an losem Sand der offenbar durch Niederschlagswasser in den vergangenen Jahren ins Bunkerinnere gespült wurde. 

Am Ende des Raumes sind allerdings auch die Umrisse einer weiteren Tür erkennbar, die ebenfalls mit einem Stahlrahmen verstärkt wurde. Möglicherweise handelt es sich hierbei um einen Zugang zu weiteren Räumen oder gegebenenfalls auch zu tiefer befindlichen Ebenen des Bunkers. 

Bild: Blick in das Bunkerinnere in östliche Richtung. Quelle: H. Altmann.

Das Innere des Bunkers gibt somit auch heute noch viele Rätsel auf. Eine Nachfrage bei der Stadt Celle blieb ergebnislos. Baupläne oder sonstige Informationen zu der Anlage sind offenbar nicht vorhanden. 

Einige Erinnerungen an den Bunker sind bis heute erhalten geblieben. So berichtet insbesondere Gisbert Selke in seinen Erinnerungen an das Kriegsende 1945 wie er als vierjähriges Kind die Bombardierung des Celler Bahnhofs am 08.04.1945 im Luftschutzbunker an der Petersburg erlebte. Die Familie war kurz zuvor aus Hannover nach Celle gelangt, um hier Schutz vor den andauernden Luftangriffen zu suchen und wurde durch den schweren Luftangriff auf Celle schließlich doch wieder von der Realität des Krieges eingeholt. 

Nach Kriegsende war der Wohnraum knapp und die ehemalige Gastwirtschaft Petersburg diente als Unterkunft mehrerer Familien. In der Serie "Alte Fotos erzählen" vom 04.04.2014 wurden einige Interviews mit ehemaligen Bewohnern der Petersburg zusammengetragen. Einige erinnerten sich dabei auch noch gut an den alten Luftschutzbunker, der ebenfalls zu Teilen als (Kartoffel-)Keller verwendet wurde. Bernhard Helms berichtete in einem kürzlichen Gespräch von seinen Erlebnissen mit dem Bunker. Rund 30 Treppenstufen führten seiner Erinnerung nach in die Tiefe hinab. Der Bunker besaß demzufolge eine Länge von mindestens 40 m. 

Leider liegen noch einige Informationen zum Luftschutzbunker an der Petersburgstraße sprichwörtlich im Dunkeln. Zunächst ist erst einmal beachtlich, dass dieses Bauwerk überhaupt noch vorhanden ist und die unterirdischen Räume nicht vollständig verschüttet sind. Es stellt sich allerdings natürlich die Frage wie tief der Bunker in den Boden reicht - hat er möglicherweise mehrere Geschosse? Wurde der Bunker komplett geräumt - blieben vielleicht Gegenstände in Räumen zurück, die heute nicht mehr zugänglich sind? Wie oft und zu welchen Anlässen wurde die Anlage zu Kriegszeiten verwendet? 

E-Mail: found-places@live.de

Über weitere Informationen würde ich mich sehr freuen! 


Hendrik Altmann



Mittwoch, 28. November 2018

Einrichtung einer SA-Führerschule in der ehemaligen Burgkaserne


Die Celler Burgkaserne ist längst aus dem Stadtbild verschwunden. Ein interessantes Detail blieb in der lokalen Geschichtsschreibung bisher unerwähnt. Aktuelle Aktenfunde belegen, dass in der alten Kaserne  im Dritten Reich ursprünglich eine Führerschule der SA eingerichtet werden sollte. Es kam allerdings anders als geplant... 

In der am 04.08.2018 erschienenen Ausgabe des Sachsenspiegels berichtete Florian Friedrich ausführlich über die Geschichte der Celler Burgkaserne. Bei der umfangreichen Recherche Friedrichs musste ein Bestand, der sich im Niedersächsischen Landesarchiv in Hannover befindet, außer Acht bleiben, da dieser bei einer gezielten Suche nach der Burgkaserne unmöglich aufzufinden war. Obwohl der Bestand digital erfasst wurde, deutete jedoch keiner der hinterlegten Suchbegriffe auf eine inhaltliche Verbindung zur Celler Burgkaserne hin. Durch anderweitige Recherchen kamen die Unterlagen nun ans Tageslicht – ihr Inhalt soll dem interessierten Leser in Ergänzung zum Beitrag Friedrichs nachfolgend vorgestellt werden.

Die alte Burgkaserne befand sich einst am heutigen Standort des Schulzentrums Burgstraße und wurde im Rahmen einer Feuerwehrübung am 05.08.1935 niedergebrannt. Seit der Errichtung befand sich das Kasernengebäude im Eigentum der jüdischen Unternehmerfamilie Rheinhold, die es zunächst an die Militärverwaltung vermietete.[1] Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Kaserne als zivile Unterkunft genutzt und überwiegend an sozialschwache Familien vermietet. Auf Drängen der Nationalsozialisten verkaufte Otto Rheinhold die ehemalige Burgkaserne am 15.03.1934 unter Wert an die Stadt Celle. Im weiteren Verlauf erfolgte die Umsiedlung der Bewohner und letztlich der „warme Abriss“ der maroden Gebäude.


[1] Friedrich, 1935 brannte die Burgkaserne, in: CZ, Sachsenspiegel vom 04.08.2018.

Bild: ehem. Burgkaserne, Postkarte. Quelle: Archiv Altmann. 

Es stellt sich die Frage, warum die Stadt das Gebäude niederbrennen ließ, statt dieses selber zu nutzen. Die von Florian Friedrich ausgewerteten Verwaltungsberichte und zeitgenössischen Pressemitteilungen lassen darauf schließen, dass „durch diese Maßnahme der Stadtverwaltung (...) einer der unwürdigsten unsozialen Zustände im Sinne der (damaligen) Zeit beseitigt (wurde)“.[1] Allerdings hatte die Celler Stadtverwaltung offenbar ursprünglich völlig andere Pläne mit der alten Burgkaserne verfolgt, wie eingangs erwähnte Bestände des Niedersächsischen Landesarchivs bestätigen.

Die ausgewerteten Unterlagen belegen, dass der Celler Oberbürgermeister Ernst Meyer bereits am 07.03.1934 einen schriftlichen Antrag auf Bewilligung eines Darlehens in Höhe von 200.000 Reichsmark für die Einrichtung einer SA-Führerschule in der ehemaligen Kaserne unterzeichnete.[2] Das Antragsschreiben war an die „Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG“ in Berlin gerichtet und umfasste zunächst eine allgemeine wirtschafts- und gesellschaftspolitische Beschreibung der Stadt Celle. Insbesondere wird darin die kulturelle Bedeutung Celles - aber auch die wichtige Rolle der Stadt als Behörden-, Industrie- und Militärstandort angepriesen. Letztgenanntes ist vor allem deswegen interessant, da sich Celle in dieser Zeit zu einem aufstrebenden Militär- und Rüstungsstandort entwickelte.[3]

Als „außerordentlich einschneidend“ wird gemäß des Antrags die Einrichtung einer SA-Sport- und -Führerschule bezeichnet, die im Frühjahr des Jahres (1934) erfolgen sollte und die für die Ausbildung von 800 bis 1.200 SA-Leuten in regelmäßigen Lehrgängen vorgesehen werden sollte.[4] Ursprünglich war die Sturmabteilung (SA) eine Kampforganisation der NSADP, die bereits in Zeiten der Weimarer Republik den politischen Aufstieg der Nationalsozialisten unterstützte, als innerpolitische Kampftruppe auftrat und als Ausbildungs- und Erziehungsinstrument der Partei eingesetzt wurde.[5] Die Celler SA hatte Anfang der Dreißigerjahre zwar noch so wenige Mitglieder, dass bei Aufmärschen SA-Abteilungen von außerhalb nach Celle geholt wurden[6] - allerdings stiegen die Mitgliederzahlen bis 1933 an und die Nähe zur kommunalen Verwaltung intensivierte sich.[7]


[1] CZ vom 07.08.1935.
[2] Antrag vom 07.03.1934; NLA Hann. 180 Lüneburg, Acc. 4/01 Nr. 54.
[3] Wienecke, Besondere Vorkommnisse nicht bekannt, S. 46.
[4] Antrag vom 07.03.1934; NLA Hann. 180 Lüneburg, Acc. 4/01 Nr. 54.
[5] Organisationsbuch der NSDAP, 3. Aufl. 1937, S. 358.
[6] Rohde / Wegener, Celle im Nationalsozialismus – Ein zeitgeschichtlicher Stadtführer, S. 17.
[7] Ebd. S. 19.

Bild: SA Gruppe Niedersachsen, Zigarettenbilder. Quelle: Deutsche Uniformen, Album SA, SS, HJ, Sturm Zigarettenfabrik Dresden-A, 1933. 


Im Antrag vom 07.03.1934 wurde die Burgkaserne als „Elendsviertel“ beschrieben. „Fast keine der Wohnungen ist ordnungsmäßig in sich abgeschlossen; vielmehr sind die ehemals als Mannschaftsstuben benutzen Räume durch Bretterwände unterteilt (...).[1] Weiter noch: es sei deshalb kein Wunder, dass die (...) Burgkaserne eine Brutstätte „asozialer Gesinnung“  und „kommunistischer Bestrebungen“ sei. „Eine restlose Räumung der Burgkaserne ist deshalb mit größter Beschleunigung durchzuführen.“[2] Zur Untermauerung dieser Aussagen wurde dem Antrag eine statistische Übersicht der Ortspolizeibehörde beigefügt, die für die Jahre 1932 und 1933 alleine 52 Strafsachen belegt, „für welche als Täter Bewohner der Burgkaserne in Frage kamen (...).“[3] 21 Fälle erfüllten danach den Tatbestand von Hoch- bzw. Landesverrat.

Vor diesem Hintergrund wurde Seitens der Stadtverwaltung der Umbau der ehemaligen Burgkaserne zu einer SA-Führerschule angestrebt. Derartige Institutionen – später auch als Reichsführerschulen (RFS) bezeichnet – dienten als Schulungsstätten der verschiedenen NS-Kampfverbände und sollten den Nachwuchs der einzelnen Organisationen ausbilden.

Aus der Antragsbegründung vom 07.03.1934 gehen insbesondere die Vorteile hervor, die sich die Stadt durch die Einrichtung der SA-Führerschule versprach. Unter anderem rechnete man mit dem Zuzug von rund 40 neuer „konsumfähiger“ und „zahlungskräftiger“ Familien. „Sehr bedeutsam (sei) ferner zu werten, daß die Umgebung der Burgkaserne durch die Säuberung von asozialen Elementen in erheblichem Umfange an Wert steigen wird“, heißt es in der Antragsbegründung weiter. „Nach Amortisation der für den Ankauf und Umbau der Burgkaserne aufgewendeten Mittel wird schließlich die Stadt ein überaus wertvolles Grundstück und Gebäude ihr Eigen nennen können (...)“[4]

Dem Antragsschreiben wurden detaillierte Baupläne sowie ein Kostenüberschlag des Oberregierungs- und Baurats vom 13.03.1934 beigefügt.[5] Darin wurden die Kosten für Instandsetzungsarbeiten, Neuanlagen, Einrichtung und sonstige Positionen mit insgesamt 450.000 Reichsmark veranschlagt. Die Ausstattungskosten für eine Belegung mit 800 Mann wurden in Summe mit 96.000 Reichsmark kalkuliert – hierbei waren unter anderem bereits Kosten für Trinkbecher (0,30 RM), Handtücher (2 x 0,56 RM), Bettlaken (2,78 RM) und anteilige Tischkosten (2,50 RM) berücksichtigt.[6]

Mit Schreiben vom 09.03.1934 bestätigte der Präsident des Landesarbeitsamtes, dass er den Antrag der Stadtgemeinde Celle auf Bewilligung des Darlehens für die Einrichtung einer SA-Führerschule befürwortete.[7] Laut Schreiben war die Maßnahme dem sogenannten „Reinhardtprogramm“ zugeordnet, d.h. einer Maßnahme im Rahmen der Arbeitsbeschaffung, die maßgeblich auf dem am 01.06.1933 in Kraft getretenen Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit fußte.[8]

Bis zum 13.03.1934 waren somit alle Voraussetzungen erfüllt – lediglich das Gebäude befand sich noch im Eigentum des Unternehmers Otto Rheinhold. Wie Florian Friedrich in seinem Beitrag bereits berichtet hatte, erschienen nach Aussage von Walter Rheinhold, dem Sohn Ottos, am 14.03.1934 Vertreter der Celler Stadtverwaltung im Büro seines Vaters.[9] Tags darauf erfolgte der Verkauf durch Otto Rheinhold – aus der Zwangslage heraus.

Bereits am 25.04.1934 erreichte den Regierungspräsidenten in Lüneburg das Bewilligungsschrieben der „Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG“ aus Berlin.[10] Die Gesellschaft erklärte sich bereit der Stadt Celle das Darlehen in Höhe von 200.000 RM für die Einrichtung einer SA-Führerschule zu gewähren.[11] Die Auszahlung sollte entsprechend dem Baufortschritt erfolgen. Dem Beginn der Baumaßnahmen stand somit im Frühjahr 1934 eigentlich nichts mehr im Wege. Es kam jedoch zu einer unerwarteten Wendung.

Spätestens mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler durch den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg am 30.01.1933 und der hiermit einhergehenden Machtergreifung eskalierte die Hackordnung, die seit jeher zwischen den einzelnen nationalsozialistischen Organisationen bestanden hatte. Die SA hatte die NSDAP und Hitler massiv im Aufstieg unterstützt – entsprechend dankbar zeigte sich der neue Reichskanzler gegenüber dem SA-Stabsführer Ernst Röhm. Insbesondere Hermann Göring, Joseph Goebbels und Heinrich Himmler fürchteten um ihre eigenen Machtpositionen und dass die SA unter Ernst Röhm eine Vormachtstellung unter den NS-Organisationen einnehmen könnte.

Es wurden Gerüchte verbreitet, wonach Röhm mit der SA einen Aufstand plane. Um diesem zuvor zu kommen, mobilisierte Hitler die SS sowie die Reichswehr und stattete Röhm am Morgen des 30.06.1934 einen überfallsartigen Besuch in Bad Wiessee ab, wo sich dieser auf einer Kur wegen eines rheumatischen Leidens befand.[12] In der Folge des sogenannten „Röhm-Putsches“ kam es zu Verhaftungen und Erschießungen von SA-Leuten im gesamten Reichsgebiet. Die Ermordung Röhms am 01.07.1934 und etwa 200 seiner Gefolgsleute führte die SA in die Bedeutungslosigkeit – ihre Machtkompetenzen wurden auf andere Bereiche verteilt.

Der Niedergang der SA zeigte offenbar ebenfalls Auswirkungen auf die Planungen zur Einrichtung einer SA-Führerschule in Celle. Kurz gesagt: die Pläne waren damit vom Tisch. Gemäß Tagesordnungspunkt Nr. 12 der Ratssitzung vom 19.06.1934 lautete es hierzu:[13]

„Inzwischen haben sich die Verhandlungen mit der SA dahin geklärt, dass nicht mehr die Absicht besteht, eine SA-Führerschule in Celle zu gründen, und also die Burgkaserne als solche nicht mehr von der SA in Anspruch genommen wird.“


[1] Antrag vom 07.03.1934; NLA Hann. 180 Lüneburg, Acc. 4/01 Nr. 54.
[2] Ebd.
[3] Ebd.
[4] Antrag vom 07.03.1934; NLA Hann. 180 Lüneburg, Acc. 4/01 Nr. 54.
[5] Kostenüberschlag vom 13.03.1934; NLA Hann. 180 Lüneburg, Acc. 4/01 Nr. 54.
[6] Ebd.
[7] Der Präsident des Landesarbeitsamtes Niedersachsen, Schreiben vom 09.03.1934; NLA Hann. 180 Lüneburg, Acc. 4/01 Nr. 54.
[8] RGBl. I Nr. 60, S. 323.
[9] Friedrich, 1935 brannte die Burgkaserne, in: CZ, Sachsenspiegel vom 04.08.2018.
[10] Schreiben der Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG vom 20.04.1934; NLA Hann. 180 Lüneburg, Acc. 4/01 Nr. 54.
[11] Ebd.
[12] Frei, Der Führerstaat – Nationalsozialistische Herrschaft 1933 bis 1945, S. 1.883.
[13] Tagesordnungspunkt 12, Ratssitzung vom 19.06.1934, StadtA CE Best. 15 Best. 15 B Nr. 0236.

Bild: ehem. Burgkaserne, Postkarte. Quelle: Archiv Altmann. 

Offenbar beabsichtigte die Stadt das Darlehen, das ja bereits bewilligt worden war, trotzdem zum Ausbau der Burgkaserne aufzunehmen. Den entsprechenden Antrag an den Rat der Stadt begründete Oberbürgermeister Ernst Meyer unter anderem mit laufenden Verhandlungen mit der Reichswehr, um die Burgkaserne nach der Instandsetzung gegebenenfalls für militärische Zwecke zu nutzen.[1] Hierzu kam es allerdings nicht, sodass man nun im Besitz einer völlig maroden und unrentablen Immobilie war, deren erhoffter Nutzen selbst bei einer teuren Renovierung mehr als fraglich blieb.

Am 05.08.1935 brannte die Burgkaserne schließlich im Rahmen einer Feuerwehrübung nieder. Zur Einrichtung einer politischen Ausbildungseinrichtung ist es somit nicht mehr gekommen.

Allerdings wird aus den gesichteten Unterlagen deutlich, wie eng die nationalsozialistischen Organisationen mit der politischen Verwaltung kooperierten und auch umgekehrt. Andernfalls hätte die Bearbeitungszeit eines derartigen Antrags wohl kaum weniger als einen Monat gedauert – was bei derartigen Prozessen schon ziemlich sportlich ist. Und noch etwas geht implizit aus den Unterlagen hervor: durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und eine rücksichtslose Politik auf Rechnung schwächerer Bevölkerungsschichten gelang es den Nationalsozialisten nach der Machtergreifung ihre Stellung zu festigen.

H. Altmann



[1] Protokoll der Ratssitzung vom 19.06.1934, StadtA CE Best. 15 Best. 15 B Nr. 0236.