f Der unterirdische Gang zwischen Wienhausen und Celle ~ Heimatforschung im Landkreis Celle

Dienstag, 22. Juli 2014

Der unterirdische Gang zwischen Wienhausen und Celle

Bild: Stufengiebel des Zisterzienserklosters Wienhausen 1962. Quelle: http://www.fotomarburg.de


Die Legende...


besagt, dass zwischen Wienhausen und Celle eine unterirdische Verbindung bestehen soll. Das bezieht sich sicherlich nicht auf kommunalpolitische Belange, sondern ist vielmehr wortwörtlich zu verstehen. Unterschiedliche Geschichtsquellen mutmaßen, dass es einst einen geheimen, unterirdischen Tunnel zwischen dem Kloster in Wienhausen und dem Schloss in Celle gab. Nicht alle Heimatforscher nahmen diese Theorie in ihre Werke auf - und dennoch konnte bisher weder bestätigt, noch widerlegt werden, dass es einen solchen Geheimgang gab. Im Werk "Heimatkunde des Lüneburger Landes" vom Wienhäuser Pastor Bettinghaus (1897) heißt es: 

"Es soll auch ein unterirdischer Gang gebaut sein, welcher das Kloster mit dem Schlosse in Altencelle in Verbindung setzte, damit die Pfalzgräfin (Agnes v. Meißen?) unangefochten in den damaligen unsichern Zeiten die geheiligten Klosterräume erreichen konnte"

In Eberhardt Rohdes "Sagen und Märchen aus dem Celler Land" findet sich folgende Anekdote zu dieser Geschichte: 

"Geheimgänge soll es in vielen Burgen und Schlössern geben, auch die Celler Burg hat früher einen solchen gehabt. Einige wissen sogar noch mehr; der Geheimgang soll von Celle aus bis ins Kloster Wienhausen führen. Als Beweis wird die Geschichte eines Gefangenen erzählt, der sich aus dem Burgverlies entfernen durfte. Der Herzog hatte den Gefangenen dorthin verbannt. Man hatte ihn wegen verschiedener Missetaten verurteilt, er soll sogar bereits das Todesurteil vernommen haben. Seinen eindringlichen Bitten soll er es aber zu verdanken haben, dass der Herzog ihm seinen letzten Wunsch gewährte. Er käme nämlich frei, wenn er einen geheimnisvollen Gang betrete, um von Celle aus nach Wienhausen zu gelangen. (...) 
Gedacht, getan, der Gefangene kletterte in den Keller, findet dort auch den geheimnisumwitterten Eingang und marschiert los. Der Fürst aber hatte sich auch akustisch noch eine kleine Zutat ausgedacht: Der Gefangene sollte mit einer Trommel den Geheimgang entlanggehen, außerdem war eine Glocke auf seinem Rücken angebunden. Oben ging ein Beobachter, der das Trommeln und Läuten gut vernahm, bis der Gefangene in Höhe der Aller war. Da hörte man nur einen Schrei. Ob der Gefangene in die Aller gestürzt ist, ob er gar von einem Stein erschlagen wurde, niemand hat es je erfahren, niemand hat den Gefangenen wiedergesehen noch herausgefunden, wie weit der unterirdische Gang wirklich reicht."  

Die Cellesche Zeitung berichtete am 24. März 2014 über den unterirdischen Gang. 

So viel zu der Geschichte. Nehmen wir von hier an einmal an, es gab einen solchen unterirdischen Tunnel. Wirft man einen Blick auf eine der ersten maßstabsgetreuen Karten, wird einem schnell klar, dass der besagte Geheimgang ziemlich lang gewesen sein muss. 

Bild: Lage der Orte. Quelle: Environs von der Stadt Zelle, 1732. 


Aber noch eine andere Frage stellt sich. Zu welcher Zeit soll sich die Legende zugetragen haben? 

Von der Antwort auf diese Frage würde einiges abhängen. Von welchem Celler Herzog ist hier überhaupt die Rede? Welches Burgverlies ist gemeint? Und welches "Celle" ist überhaupt gemeint? 

Bis 1292 gab es nur ein Celle - nämlich Altencelle. Dieses war zwischen 983 und 993 gegründet worden. In Altencelle errichteten die Brunonen eine Burg. Bereits zuvor - im 10. Jh. existierte eine Schutzburg in Form eines Ringwalles bei Burg. Nach Aussterben der Brunonen fiel Celle schließlich unter welfischen Einfluss unter Heinrich dem Stolzen. Zwischen 1221 und 1229 wurde das Kloster Wienhausen erbaut. Zu dieser Zeit mag die Brunonenburg in Altencelle noch gestanden haben. Später erhielt das Kloster den Zehnthof Groß Ottenhaus, der ebenfalls für weitere Betrachtungen in Frage kommen könnte. 


Bild: Altencelle um 1250. Quelle: Altencelle - das ursprüngliche Celle, Volker Moeller. 


Das Jahr 1292 gilt als Gründungsjahr "Neuencelles" - Herzog Otto der Strenge hatte entsprechende Privilegien erteilt, die zu einer Neugründung der Stadt weiter flussabwärts führten. Unterschiedliche Faktoren spielten für die Verlegung der Stadt eine Rolle (Mehr dazu in: C. Cassel, Geschichte der Stadt Celle). 

Die Frage die sich also stellt: führte der Geheimgang: 

1. Nach Celle (zum Schloss)    -   Option 1
2. Nach Altencelle (zur Burg)   -   Option 2
3. Nach Gr. Ottenhaus             -   Option 3
4. Nach Burg (zum Ringwall)   -   Option 4


Bild: Vier Möglichkeiten wohin der Geheimgang führte. Quelle: Google Earth, Hendrik Altmann. 


Eine Optionen kann wohl direkt ausgeschlossen werden - der Ringwall bei Burg. Der Ringwall stammt aus frühmittelalterlicher Zeit - das Wienhäuser Kloster entstand im  Hochmittelalter. Ebenso unwahrscheinlich ist, dass der Tunnel nach Groß Ottenhaus führte. Zumindest passt dies nicht in die Legende. Bleiben Altencelle und Celle. 

Der Pfarrer Bettinghaus berichtete explizit von Altencelle und erwähnte die Pfalzgräfin. Dabei kann es sich nur um Agnes von Meißen, Gründerin des Wienhäuser Klosters handeln. Damit fiele die Legende in die Zeit in der Altencelle noch herzöglicher Sitz war. 


Bild: Merian-Stich von Wienhausen. Quelle: Wiki-Commons. 


Damit scheint Altencelle als Option 2 realistisch. Aber - ein solcher möglicher Geheimgang hätte unter der Aller hindurchlaufen müssen (Siehe Karte oben). Es scheint offensichtlich, dass der Bau eines derartigen Tunnels enorme Mühe gekostet hätte. Bei einem Grundwasserspiegel von 1m unterhalb der Erdoberfläche hätte man erhebliche Anstrengungen unternehmen müssen, um ein derartiges Projekt zu realisieren. 

Bild: Meander der Aller nördlich von Bockelskamp. Quelle: Map War Office 1945. 


Nördlich von Bockelskamp erkennt man noch heute zahlreiche Flussmeander. Das Gelände dort ist absolut nicht geeignet, um einen Tunnel in geringer Tiefe voranzutreiben. Es passt also überhaupt nicht zusammen, dass der Gefangene eine Trommel schlug, die an der Oberfläche noch zu hören. 

In diesem Zusammenhang ist noch anzumerken, dass das Kloster in Wienhausen fast auf einer Insel liegt. Nördlich davon fließt die Aller und westlich mündet der Mühlenkanal in die Aller. Nimmt man an, dass der Mühlenkanal ein alter Nebenarm der Aller ist, der irgendwann genutzt wurde, um die Wassermühle in Wienhausen zu betreiben, ist die Schlussfolgerung, dass der Mühlenkanal seinen heutigen Verlauf seit ältesten Zeiten in etwa beibehalten haben muss. Alte Karten bestätigen diese Theorie. 

Bild: Mühlenkanal zwischen Bockelskamp und Wienhausen. Quelle: Kurhannoversche Landesaufnahme/ Google Earth. 


Ein Tunnel hätte also in unglaublicher Tiefe verlaufen- und vermutlich noch zusätzlich gegen eindringendes Wasser gesichert werden müssen. Es ist schwer anzunehmen, dass ein derartiges Bauvorhaben zu der besagten Zeit durchgeführt wurde...

Bild: Mühlenkanal zwischen Bockelskamp und Wienhausen. Quelle: Google Earth. 


Und dennoch - die Legende, es existiere ein solcher Gang hat sich bis heute hartnäckig gehalten. Aber wann und wo ist die Legende entstanden?  Mit zum ersten Mal findet die Geschichte Eingang bei Bettinghaus im Jahr 1897:  

Bild: Textausschnitt - unterirdischer Gang. Quelle: W. Bettinghaus, Zur Heimatkunde des Lüneburger Landes mit besonderer Berücksichtigung des Klosters und der gemeinde Wienhausen, Bd. 1 Celle 1987. 


Interessant ist, dass sich eine fast identische Textpassage in einer Sammlung heimatkundlicher Geschichten der Schule Nienhagen findet: 

Bild: Textausschnitt - unterirdischer Gang. Quelle: Textsammlung der Schule Nienhagen, zusammengestellt von Pastor Lernling aus Celle, ca. um 1930. 


Die beiden Textpassagen sind nahezu wortgleich - aber es ist zu vermuten, dass die Geschichte zuerst bei Bettinghaus im Jahr 1897 auftauchte. In der zweiten Quelle ist ein Verweis auf "Weichelt" angegeben - dabei handelt es sich um das Werk "Hannoversche Geschichten und Sagen" von Hermann Weichelt, das zwischen 1890 und 1900 in 4 Bänden erschien. Der Ursprung bzw. die Ersterwähnung der Legende lässt sich praktisch nicht genau ermitteln. In der Literatur taucht sie erstmals gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf. Allerdings könnte sie bereits vorher mündlich überliefert worden sein - das lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. 

Die Textsammlung der Schule Nienhagen belegt zumindest, dass die Legende eventuell auch Eingang in den Heimatkundeunterricht fand. Das würde erklären, warum die Geschichte auch heute noch erzählt wird. 

Weniger bekannt ist das Werk "Der unterirdische Gang" von Heinrich Hüner, welches 1939 in Druckform erschien. Es ist hier als Volltext abrufbar: http://www.heinrich-huener.de/unt_gang.htm . Im Buch geht es um exakt die Geschichte des unterirdischen Ganges bei Wienhausen - allerdings mit einiger literarischer Ausgestaltung. Die Geschichte spielt zur Zeit Herzog Georgs von Braunschweig-Lüneburg (1582 - 1641). Hauptfigur ist Jörg Ramdöhr, der im Verlies in Celle einsitzt und durch den unterirdischen Gang nach Wienhausen seine Freiheit erlangen kann, bevor er sonst am Folgetag erschossen werden soll. Es wird beschrieben wie Ramdöhr versucht durch den gang zu entkommen und dabei nicht nach Wienhausen gelangt, sondern schließlich im Kloster am Liebfrauenberg in Celle landet. 

Auch diese Geschichte besitzt zumindest einen kleinen wahren Kern - am Liebfrauenberg stand einst ein Franziskanerkloster. Ob sich aber die Legende um den unterirdischen Gang auf dieses Kloster bezieht, ist fraglich. 


Bild: Kloster Wienhausen. Quelle: Hendrik Altmann 2014. 




Was heute bleibt...


... ist die Erkenntnis, dass der unterirdische Gang, den es einst zwischen Celle und Wienhausen gegeben haben soll, bislang unentdeckt geblieben ist. War es ein Fluchttunnel oder wurden vielleicht sogar kostbare Gegenstände in Sicherheit gebracht? Möglicherweise steckt mehr hinter dieser Geschichte, als man heute noch anhand von Quellen nachprüfen kann. Es ist nicht auszuschließen, dass es auch im ein oder anderen Celler Gemäuer einen Fluchttunnel gegeben hat. Ob ein solcher Tunnel aber tatsächlich über mehrere Kilometer zur damaligen Zeit erbaut wurde, ist nicht sicher. 

Sicher ist, dass sich die Legende um dien unterirdischen Gang bis heute im Volksmund gehalten hat - vermutlich nicht zuletzt, weil es genau solche Geschichten sind, die uns immer noch begeistern. 


Viele Grüße, 

Hendrik






Reaktionen:

Kommentare:

  1. Klasse! Wie immer super recherchiert und toll zu lesen :)

    Gruß,
    Christian

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  2. Das ist keine Legende. Das wissen z.B. die Stadtarbeiter (und die Stadt selbst)- die mussten seinerzeit den Gang/ Gänge vermauern- wg. Einsturzgefahr. Es gibt auch noch mehr Gänge, bspw. von Wathlingen nach Wienhausen- auch Uetze ist angeschlossen. Und das wurde nicht alles gegraben, teilweise latschen die durch ehemalige Salzstöcke. Die Gänge hatten so allerlei Gründe für "diese Herrschaften", die immer hinter dem Vorhang agieren... Ich kenne einen der Arbeiter und frage mal genauer nach.

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    1. Danke für den Beitrag. Ich würde mich über weitere Informationen sehr freuen. Gerne auch direkt per Mail (found-places@live.de)

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  3. Hallo,

    das ist keine Sage!

    Meine Mutter (jg. 1935) wuchs in Celle auf und hat als Kind mit ihren Spielkameraden während des 2. Weltkriegs diesen Unterirdischen Gang entdeckt. Die Eltern erfuhren lange Zeit davon nichts.
    Der Einstieg war an der Rückseite des Hauses Südwall 24 direkt an der Wasserlinie des Stadtgrabens und soll bis mindestens unter den Grossen Plan begehbar gewesen sein und gabelte sich dort. Weiter trauten sich die Kinder jedoch nicht.

    Nach Kriegsende nutzten sie den Gang als Versteck für Schwarzmarktwaren, weil es niemand kannte. Bis eines Tages - das muss nach der Besetzung durch die Briten 1945 gewesen sein- jede Menge Uniformierte sich um das Haus herum zu schaffen machten. Tags darauf erschien grosser Bericht in der Zeitung erschien, dass ein "alter Wehrgang" entdeckt worden sei, der vom Schloss aus der Stadt heraus geführt haben soll.

    Das ist der reale Teil dieser Geschichte.

    Meine Mutter zog 1950 aus Celle fort und hat sich später nicht mehr dafür interssiert. Mich wundert heute sehr, dass dieser Gang in Celle offensichtlich niemandem bekannt ist. Oder gibt es noch weitere Zeitzeugen?

    Da die Häuser am Südwall zum Stadtgraben hin noch stehen, müsste auch der Einstieg noch zu finden sein.

    Tschüss
    K.

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    1. Vielen Dank - das klingt spannend! Es scheint fast, als wäre mehr an dieser Geschichte, als ich dachte. Allerdings könnte es auch wirklich (nur) eine geschickt angelegte Legende sein. Dass es in Celle unterirdische Gänge gibt, halte ich für sicher. Ich glaube auf jeden Fall, dass einer oder mehrere Gänge vom Schloss aus abgingen. Aber ob ein solcher Gang wirklich bis nach Wienhausen führte? Es fällt mir schwer das ohne Weiteres zu glauben. Aber man weiß nie - auf jeden Fall werde ich dran bleiben. Besten Dank für die Hinweise :)

      Hendrik

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    2. Hallo Stalker,

      ich glaube man muss hier unterscheiden, zwischen dem Gang, der bis nach Wienhausen geführt haben soll und dem Gang bzw. Gangsystem, das unter der Celler Altstadt bestand.

      Zumindest Letzterer ist ja durch Zeitzeugen belegt. Hier noch ein relativ aktueller Zeitungsartikel dazu: http://www.cellesche-zeitung.de/S2948582/Der-geheimnisvolle-Gang

      Habe nochmal meine Mutter gefragt und sie kann sich an viele Details ihrer Erlebnisse mit diesem Gang erinnern:
      Als Kinder paddelten sie mit selbstgebauten Flößen über den Stadtgraben und dabei entdeckten sie eines Tages an der Grundmauer des östlichen Nachbarhauses von Südwall Nr. 24 den Einstieg, der nur vom Wasser aus zu erreichen und mit einem Gitter notdürftig verschlossen war. Nachdem sie neugierig geworden die Absperrung entfernt hatten, sahen sie, dass es dort tief hineinging. So beschlossen sie, sich die Sache mal näher anzuschauen, um beim nächsten Mal mit Petroleumlampen und Fackeln bewaffnet dort einzusterigen. An den Wänden hingen überall Fledermäuse und es ging immer weiter ins Ungewisse. Zunehmend mutiger geworden, gingen sie jedes folgende Mal ein Stück weiter, bis sich irgendwann der Gang gabelte. Wobei der eine Strang nach kurzer Strecke endete, da offensichtlich schon eingestürzt, folgten sie dem anderen Abzweig, bis ein Junge sagte, "mal sehen was die Wand hier aushält.." und mit einem Stock dagegen schlug. Im selben Moment ertönte ein unheimliches Rauschen und die Kinder versuchten nun panikartig wieder den Ausgang zu erreichen, da sie dies für eindringendes Wasser hielten. Einige stolperten, die Petroleumlampen gingen zu Bruch und es gab ein paar aufgeschlagene Knie und Abschürfungen, bis der rettende Ausgang erreicht war.

      Erst nach diesem Erlebnis erzählten sie den Eltern davon, die natürlich die Hände überm Kopf zusammenschlugen und das ausdrückliche Versprechen verlangen, dort nie wieder einzusteigen. Das sahen sie wohl auch aufrund der Gefahren ein (Grubengas, Einsturz), auch wenn den Kindern schnell klar wurde, das das Rauschen kein Wasser war, sondern der Verkehr auf dem Großen Plan, unter den sie schliesslich gelangt waren. (Ich vermute es war die Straßenbahn, die damals noch in Celle fuhr!)

      Erst als gegen Kriegsende die Lebensmittel knapp wurden, wurde der Gang wieder betreten, weil er sich als Versteck für gehamsterte Lebensmittel (bei Strafe verboten) anbot, wenig später für Schwarzmarktware (es gab Razzien durch die brit. Besatzer) und als eine Fabrik, die "Schwärze" abbrante, für dort geplünderte Kriegsartikel, u. a. Pfotenschuhe füf Minensuchhunde, die sich zu Puppenstiefeln zweckentfremden liessen. Auch hier blieben Razzien aufgrund des perfekten Verstecks erfolglos.

      Irgenwann efolgte dann die offizielle Entdeckung mit dem erwähnten Artikel in der Celleschen Zeitung. Dieser dürfte in diesem Zusammenhang sehr interessant sein und würde auch mich interessieren. Könnte mir vorstellen, dass er irgendwo archiviert ist. Er muss in der zweiten Hälfte der 40er Jahre erschienen sein.

      Als meine Mutter Jahre später, muss Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre gewesen sein, nochmal besuchsweise nach Celle kam, konnte sie vom gegenüberliegenden Geläde des Instituts für Bienenforschung den Eingang sofort wieder ausmachen. Dieser soll wieder nur mit einem primitiven Gitter verschlossen gewesen sein. Möglicherweise ist das bis heute so geblieben! Es muss sich um das Haus Südwall 22 handeln, welches damals einem gewissen Dr. Wellmann gehört haben soll.

      Auch mich würde interessieren, was aus diesem Gang geworden ist und wie die Celler Heimatforscher das heute bewerten. Bitte haltet mich doch über weitere Erkenntnisse auf dem Laufenden! Hier eine Email: vulkan-donald@web.de

      Tschüss
      Klaus

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  4. Hallo,

    bin hier zufälligerweise gerade drüber gestolpert.
    Eine Sache wird ganz außer acht gelassen. Da das Kloster anfänglich in Nienhagen stand (Am Klosterhof), wäre es auch möglich, dass von hier aus ein Tunnel nach Celle oder Altencelle führte. Dann braucht man nicht zwingend unter die Aller durch! Es ist zwar auch weit, aber baulich zumindest nicht ganz soooo schwer. Dann hat man beim neuen Standort keinen Gang mehr gebaut. Dadurch wäre er natürlich auch nicht mehr von Nutzen oder gangbar gewesen und lebte fortan nur noch in den Geschichten weiter.

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