f Heimatforschung im Landkreis Celle

Montag, 7. Oktober 2013

Die Auswanderung über die Aller (Sage)


Die Sage von der Auswanderung über die Aller


Einst gab es einen großen Bauern im Ort Offensen, welcher nahe dem Kloster zu Wienhausen liegt. Der reiche Bauer hieß Hövermann und besaß sogar ein Boot auf der Aller. 

Eines Tages kamen einige Fremde zu ihm und baten ihn, sie über was Wasser zu bringen. Ohne zu Zögern willigte er ein, die Reisenden über den Fluss zu setzen. Zweimal überquerte er die Aller und brachte die Fremden zu der großen Wiese auf der anderen Seite die auch "Allerau" genannt wird. 

Nachdem der Letzte trockenen Fußes drüben angekommen war, fragte einer der Reisenden den Bauern: 
"Willst Du eine Summe Geldes haben, oder willst Du nach der Kopfzahl bezahlt werden?" 

Misstrauisch entgegnete der Bauer er wolle lieber die Summe Geldes nehmen. Da nahm der Fremde seinen Hut ab, setzte ihm dem Bauern auf und sagte:
"Du hättest Dich besser gestanden, wenn Du den Preis nach der Kopfzahl gefordert hättest..." 

Da sah der Bauer, dass die ganze Allerau von kleinen Menschen nur so wimmelte. Das waren die Zwerge, die weiter gezogen sind. 

Die Hövermanns hatten von nun an so viel Geld, dass sie es nicht verzehren (ausgeben) konnten. Aber nun sind sie so einer nach dem anderen ausgestorben und der Hof ist verkauft. (Nach "Märchen und Legenden Niedersachsens, gesammelt von Herrmann Harrys, Verlag Schulze, Celle 1840). 



Hintergründe...


Es scheint so, als hätte die pfiffigen Zwerge einen kleinen Schabernack mit dem Bauern getrieben, da es heißt, er habe schließlich doch seinen gerechten Lohn erhalten. So weit so gut - aber das klingt doch alles etwas weit hergeholt, oder nicht?

Zwerge, Riesen und dergleichen spielen in der Lüneburger Heide immer wieder eine große Rolle in der Sagenwelt. Die Zwerge im Flotwedel scheinen dabei stets gütig und freundlich gewesen zu sein - so es sie denn gab. Es wurde bereits über die Legende vom Lorkberg und der Riesenkuhle berichtet. Dieser Ort liegt dicht bei dem hier beschriebenen.


Bild: Lorkberg nördlich der Aller bei Offensen / Schwachhausen gelegen.
Quelle: eigenes Bild.


Angeblich war eben dieser Lorkberg die Heimat der Zwerge. In einem vorherigen Beitrag (Legende vom Lorkberg und der Riesenkuhle) wurde dies bereits behandelt. Ob die beiden Geschichten zusammenhängen? Wer weiß...

Was sind nun aber die Hintergründe der oben genannten Sage der Zwerge, die der Bauer Hövermann über die Aller brachte? Gab es überhaupt einen Hövermann?


Die Fakten...


Es gab tatsächlich eine Wiese, bzw. alte Feldflur , die den Namen "Allerau" bzw. später "Allerohe" trug. Als die Aller einst noch einen großen Bogen bei Offensen machte, lag die Allerau auf der gegenüberliegenden Flussseite.


Bild: Allerverlauf bei Offensen heute (1). Allerau (2).
Quelle: Region Celle Navigator.


Der einstige Allerverlauf wird noch deutlicher, wenn man die Kurhannoversche Landesaufnahme von 1780 betrachtet:


Bild: Allerverlauf bei Offensen (1), Allerau (2) und ehemalige Furt (3).
Quelle: Google Earth / Kurhannoversche Landesaufnahme.


Es gab demnach einst einen Verlauf der Aller der direkt an Offensen vorbeiführte. Fraglich ist, weswegen eine Überfahrt mit dem Boot nötig gewesen sein soll, zumal es doch in Offensen eine Furt gegeben hat, welche deutlich in der Kurhannoverschen Landesaufnahme verzeichnet ist (3) und welche durch mündliche Überlieferungen noch heute nachweisbar ist.

Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Frage nach den "Hövermanns". Gab es diese Bauernfamilie in Offensen wirklich?

Ja, es gab sie. Die Ortsfamilienbücher geben darüber Aufschluss. Der erste Hövermann ist in Offensen um das Jahr 1615 verzeichnet. Es handelte sich dabei um Ernst Hövermann, der 1689 starb und in Wienhausen begraben wurde. Die letzte Hövermann wurde am 5. Juli 1779 geboren und starb am 22. Juni 1836 in Sandlingen, einige Kilometer entfernt. Nachkommen gab es keine.

Die Ortsfamilienbücher geben Aufschluss drüber, dass die Hövermanns in der Zeit zwischen 1700 und 1780 viele Nachkommen hatten, die jedoch im späteren verlauf alle kinderlos blieben. Einige Generationen hatten 5 bis 8 Kinder. Dies deutet darauf hin, dass die Familie eine so große Anzahl von Mitgliedern ernähren konnte und dementsprechend sicherlich nicht arm gewesen ist.


Fazit


Natürlich scheint ein etwas weit hergeholt, wenn von Zwergen die Rede ist. Auch ist keine Völkerwanderung der Zwerge übermittelt. Von daher scheint die Geschichte bzw. Sage letztlich doch in großen Teilen frei erfunden zu sein.

Allerdings sprechen einige Fakten für einen historischen Hintergrund dieser Geschichte. Es gab die Allerau als Flurbezeichnung bei Offensen. Die Lage dieser alten Weidegegend passt exakt auf die Beschreibung aus der Sage: sie lag auf der gegenüberliegenden Seite der Aller bei Offensen. Auch lässt sich der Name Hövermann mit einer gut gestellten Bauernfamilie in Offensen um die Zeit 1600 bis 1800 in Verbindung bringen.

Es liegt der Schluss nahe, dass die Menschen einst vielleicht nach einer Erklärung für den Wohlstand der Hövermanns suchten. Möglicherweise entstand so die Geschichte um die Auswanderung der Zwerge über die Aller. Trotzdem ist es seltsam, dass es zwei Zwergen-Legenden über die Gegend nördlich der Aller bei Offensen / Schwachhausen gibt. Vielleicht stehen die Geschichten irgendwie in Zusammenhang. Das lässt sich leider nicht mehr nachvollziehen.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass auch diese alte Sage mehr Wahres als Erfundenes in sich trägt. Das war auch ein entscheidender Grund sie hier zu erwähnen. Sagen und legenden sollen uns meist irgendeine Wahrheit anschaulich vermitteln. Die hier beschriebene Legende macht uns vor allem auf eine heute nicht mehr existierende Bauernfamilie aus Offensen aufmerksam.


Viele Grüße,

Hendrik






__________________________________________

Empfehlungen:


Garnison-Museum Celle: 
_________________________________________________________



Die Schatzregister (zu erwerben): 
__________________________________________________________



Offensen-Schwachhausen: 
_________________________________________________________



Schatzsuche:  die Teufelsinsel in Wietze: 
________________________________________________________________________


Antiquarische Bücher: Celler Versandantiquariat Ehbrecht: 






Dienstag, 1. Oktober 2013

Bunker Rømø - Teil II



Eine weitere Bunker-Tour...


Bereits vor einem Jahr erschien hier auf Found Places ein Bericht über die Bunker-Tour auf der dänischen Nordseeinsel Rømø (Mehr Informationen hier: Insel Rømø (Dänemark) und Funkmessstellung Robbe I).

Der folgende Bericht ist eine Ergänzung dazu. Die gezeigten Bunker und Stellungen sind andere, als im o.g. Bericht.

Das letzte Mal war die Bunkerführung des Naturcenters Rømø eine Grundlage für die gezeigten Bilder. Dieses Mal habe ich selber nach Relikten geforscht und sehr interessante Objekte entdeckt. Erst einmal sollte man sich einen Überblick verschaffen weswegen es überhaupt derartige relikte des Zweiten Weltkrieges auf der heute so ruhigen Insel zu sehen gibt.

Rømø wurde 1942 durch die Wehrmacht besetzt und im Folgenden zu einem strategischen Funk- und Radarstandort ausgebaut (siehe auch: Insel Rømø (Dänemark) und Funkmessstellung Robbe I).

Folgende Einheiten wurden dabei auf der Insel stationiert:

  • Marine-Insel-Bataillon 352
  • 6. mittlere Flugmeß-Leit-Kompanie I. / Luftnachrichten-Regiment 232
  • Verfügungskompanie der Marine-Flak-Abteilung 234
  • Teile 42. / Funkmeßkompanie der Marine
  • 7. / Marine-Flak-Abteilung 234
  • 5. und 6. / Marine-Ersatz-Abteilung


Zur Geschichte der Wehrmacht auf Rømø und einen groben Umriss zu den wichtigsten Einrichtungen gibt es unter diesem Link weiterführende Informationen: www.lexikon-der-wehrmacht.de --> Rømø.


Besondere Einblicke


Die Bunkerführung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Bunker nördlich der Straße zwichen Lakolk (im Westen) und Tvismark (im Osten). Diese Objekte habe ich im Beitrag des vergangenen Jahres detailliert beschrieben und vorgestellt (siehe auch: Insel Rømø (Dänemark) und Funkmessstellung Robbe I). 

In diesem Beitrag soll näher auf die Bunker und Stellungen eingegangen werden, die sich südlich der genannten Straße befinden.


Bild: Betrachtetes Gebiet (1). Straße Lakolk-Tvismark (2), Lakolk (3) und Tvismark (4). 
Quelle: Google Earth. 


Auf Satellitenbildern kann man in der Gegend (1) Umrisse von Wällen und Gräben erkennen, die sich im Gelände abzeichnen. Nicht ohne Weiteres sind die unterirdischen Bunkeranlagen zu erkennen. 

Bild: deutliche Umrisse von Wällen. 
Quelle: Google Earth. 


Im Abgleich mit den Daten aus den Satellitenbildern habe ich eine Positionskarte der Stellungen angefertigt. Zu dieser Karte möchte ich nun Stück für Stück hinführen.


Bild: Betrachtetes Gebiet (entspricht (1) von oben. Bei genauem Hinsehen erkennt man in der Mitte bereits die oben beschriebenen Erdwälle. 
Quelle: Bing Maps. 


Bereits in unmittelbarer Nähe zur heutigen Ferienhaussiedlung "Bolilmark" zeichnen sich einzelne Gräben im Gelände ab. 


Bild: Schützengraben auf der Westseite der Anlage - in Richtung Westen (Strand). 
Quelle: eigenes Bild.


Bild: Schützengraben auf der Westseite der Anlage - in Richtung Westen (Strand).
Quelle: eigenes Bild.

Diese Schützengräben sind als vorgelagerte Stellungen zu betrachten. Weiter östlich davon findet man dann schnell die ersten Betonbauten. Die folgenden Bilder beginnen im Norden des oben gekennzeichneten Gebietes (1).


Bild: Eingang zu einem unterirdischen Bunker für Mannschaften.
Quelle: eigenes Bild.

Dieser Bunker kann bei der Bunkerführung vom Naturcenter Rømø begangen werden. Weiter südlich davon befindet ein weiterer unterirdischer Bunker.


Bild: Eingang zu einem unterirdischen Bunker für Mannschaften.
Quelle: eigenes Bild.



Bild: Eingang zu einem unterirdischen Bunker für Mannschaften.
Quelle: eigenes Bild.


Bild: Eingang zu einem unterirdischen Bunker für Mannschaften.
Quelle: eigenes Bild.


Bild: Eingang zu einem unterirdischen Bunker für Mannschaften.
Quelle: eigenes Bild.

Die bisher gezeigten Bunker befinden sich alle direkt südlich der Straße. Unmittelbar südlich von ihnen beginnt ein auf den ersten Blick unübersichtliches Gewirr aus alten Stellungen und Schützengräben.


Bild: nördlicher Teil der Stellungen. Rot: Beton-Bunker, Grün: Schützengräben. 
Quelle: Bing Maps. 

Die Mannschaftsbunker auf den Bildern (siehe oben) liegen zwischen der Straße und den hier farbig eingezeichneten Stellungen. Besonders groß ist der Bunker (3). 


Bild: Bunker (3), Karte oben. 
Quelle: eigenes Bild. 

Auf den ersten Blick erkennt man keinen Bunker, sondern meint eine Düne vor sich zu sehen. Wenn man jedoch auf die "Düne" klettert, stolpert man recht schnell über alte Lufteinlässe des Bunkers. 


Bild: Lüftungsröhre des unterirdischen Bunkers (3). 
Quelle: eigenes Bild. 

Der Bunker wurde absichtlich unter Sand begraben und ist nun vollständig überwuchert. In dem Sand wurden dann Schützengräben angelegt. Diese können heute teilweise noch gefährlich sein, da sie mancherorts recht tief sein können.


Bild: Schützengraben auf dem "Dünen-Bunker"(3). 
Quelle: eigenes Bild. 

Stellenweise liegen auch noch alte, rostige Gegenstände herum...


Bild: durchgerostetes Fass am Bunker (3). 
Quelle: eigenes Bild. 

Vom Bunker (3) erstreckt sich im Süden ein weites Geflecht aus Stellungen und Schützengräben. Neben dem Bunker (3) konnte ich zwei ähnlich hohe Objekte ausfindig machen. Sie überragen das umliegende Gelände um ca. 15 m.


Bild: Blick von Bunker (3) in Richtung Westen (Strand). Im Vordergrund: langgezogener Schützengraben. 
Quelle: eigenes Bild. 

Im Westen von Bunker (3) erkennt man einen kleinen Bunkerhügel mit einem Eingang. Dieser ist in der Karte (siehe oben) als Bunker (1) verzeichnet. Schützengräben verbinden die einzelnen Bunker. 


 
Bild: Bunker (1) westlich von Bunker (3). 
Quelle: eigenes Bild. 

Dem Schützengraben folgend erreicht man mehrere Abzweigungen, die in der Karte (siehe oben) grün markiert sind.


Bild: Schützengraben in der Heide.
Quelle: eigenes Bild.

Bunker (1) liegt am westlichen Rand des Gebietes...


Bild: Bunker (1) westlich von Bunker (3).
Quelle: eigenes Bild.

Bunker (1) war vermutlich ein betonierter MG-Stand und ist heute offen.


Bild: Bunker (1).
Quelle: eigenes Bild.



Bild. Bunker (1) oben - in der Mitte erkennt man den Ausguck des MG-Standes in Richtung der Straße. 
Quelle: eigenes Bild. 


Bild: Eingang zu Bunker (1). 
Quelle: eigenes Bild. 


Bild: Eingang zu Bunker (1).
Quelle: eigenes Bild.


Bild: Eingang zu Bunker (1).
Quelle: eigenes Bild.


Bild: Eingang zu Bunker (1).
Quelle: eigenes Bild.


Bild: Eingang zu Bunker (1).
Quelle: eigenes Bild.

Im Bunker sind noch alle Eisentritte erhalten...


Bild: Innen von Bunker (1).
Quelle: eigenes Bild. 


Blickt man von Bunker (1) in Richtung Süden kann man schon die nächste "Bunker-Düne" erkennen: Bunker (6). 

Bild: Links oben: Bunker (6). Im Vordergrund: Schützengraben. 
Quelle: eigenes Bild. 

Blickt man in Richtung Osten, sieht man natürlich wieder Bunker (3) und daneben rechts nach Hinten verlagert den später beschriebenen Bunker (4). 


Bild: Links Bunker (3), Rechts Bunker (4), im Vordergrund: Schützengraben. 
Quelle: eigenes Bild. 

Zur Übersicht:


Bild: nördlicher Teil der Stellungen. Rot: Beton-Bunker, Grün: Schützengräben.
Quelle: Bing Maps.

Noch bevor man zum Bunker (6) im Süden gelangt, erreicht man einen rechteckigen Erdwall. Dieser wird im Folgenden mit der Nummer (5) (Blau) für Erdwälle bezeichnet. Möglicherweise befand sich hier eine mit Tarnnetzen abgespannte FLAK-Stellung, oder ähnliches.



Bild: Erdwall-Stellung (5). 
Quelle: eigenes Bild. 

Angekommen am Bunker (6) erkennt man ähnlich wenig wie beim ersten "Dünen-Bunker" (3). lediglich ein betonierter MG-Stand und Lüftungsröhren sind erkennbar...


Bild: betonierter MG-Stand am Bunker (6).
Quelle: eigenes Bild.


Bild: Lüftungsröhre am Bunker (6).
Quelle: eigenes Bild.

Auch am direkt am Bunker (6) findet man tiefe Stellungslöcher. Diese werden vermutlich Beobachtungsstellungen bzw. MG-Nester gewesen sein und waren evtl. durch Tarnnetze abgeschirmt.


Bild: Stellungsloch am Bunker (6).
Quelle: eigenes Bild.

Noch heute bieten diese Stellungslöcher gute Beobachtungspositionen.


Bild: Blick aus dem Stellungsloch am Bunker (6). 
Quelle: eigenes Bild. 

Vom Bunker (6) aus sieht man in Richtung Norden blickend wieder die bereits beschriebenen Bunker (1) und (3). 


Bild: Bunker (1) und (3) im Nordenvon Bunker (6). 
Quelle: eigenes Bild. 

Blickt man von Bunker (6) in Richtung Westen (Strand), liegt der Erdwall (5) zur Rechten. 


Bild: Blick von Bunker (6) in Richtung Westen (Strand). 
Quelle: eigenes Bild. 

Bunker (6) befindet sich recht zentral und nahe zu den Erdwällen in der Mitte des Geländes. 


Bild: Zentrales Gelände. 
Quelle: Bing Maps. 

Schon mit dem bloßen Auge erkennt man die Erdwälle im zentralen Gebiet. Zur Verdeutlichung und Orientierung hebe ich sie trotzdem explizit hervor: 


Bild: Erdwälle markiert (Blau). Bunker (6) ist rot markiert. 
Quelle: Bing Maps. 

Vermutlich handelte es sich bei den tiefen Stellungsbauten um Feuerstände bzw. sonstige Teile der Befestigungsanlagen, die zum Außenbereich der heute noch sichtbaren Bunker gehörten.




Bild: Blick in ein altes Stellungsloch.
Quelle: eigenes Bild.




Bild: Im Vordergrund sieht man einen der Erdwälle. Im Hintergrund ist Bunker (6) zu sehen.
Quelle: eigenes Bild.



Bild: Im Vordergrund sieht man einen der Erdwälle. Im Hintergrund ist Bunker (6) zu sehen.
Quelle: eigenes Bild. 

Teilweise gehen die Erdwälle über die Ausmaße gewöhnlicher Stellungen hinaus. Mitten auf dem beschriebenen Gelände finden sich unter Anderem recht ausgedehnte Wallanlagen, die nicht direkt der Verteidigung gedient haben dürften. Eventuell handelt es sich dabei um befestigte Lager- oder Abstellplätze für Fahrzeuge.


Bild: Im Vordergrund sieht man einen der Erdwälle.
Quelle: eigenes Bild. 





Bild: Im Vordergrund sieht man einen der Erdwälle.
Quelle: eigenes Bild. 



Bild: Im Vordergrund sieht man einen der Erdwälle.
Quelle: eigenes Bild. 




Bild: Im Vordergrund sieht man einen der Erdwälle.
Quelle: eigenes Bild.


Bild: Im Vordergrund sieht man einen der Erdwälle.
Quelle: eigenes Bild.


Bild: Im Vordergrund sieht man einen der Erdwälle. Im Hintergrund ist Bunker (6) zu sehen.
Quelle: eigenes Bild.


Weiter östlich dieser Wallanlagen findet man unzählige weiter verzweigte Schützengräben.



Bild: Schützengräben in der Heide.
Quelle: eigenes Bild.



Bild: Schützengräben in der Heide.
Quelle: eigenes Bild.




Bild: Schützengräben in der Heide.
Quelle: eigenes Bild.



Bild: Schützengräben in der Heide.
Quelle: eigenes Bild.



Bild: Schützengräben in der Heide.
Quelle: eigenes Bild.



Bild: Schützengräben in der Heide.
Quelle: eigenes Bild.



Bild: Schützengräben in der Heide.
Quelle: eigenes Bild.


Bild: Schützengräben in der Heide.
Quelle: eigenes Bild.



Bild: Schützengräben in der Heide.
Quelle: eigenes Bild.


Bild: Schützengräben in der Heide.
Quelle: eigenes Bild.


Bild: Schützengräben in der Heide.
Quelle: eigenes Bild.


Relativ schnell gelangt man jetzt zu einem weiteren großen Bunker auf dem Gelände - Bunker (4), welcher ganz im Osten der oben gezeigten Karte liegt. 


Bild: Blick auf Bunker (4).
Quelle: eigenes Bild.



Bild: Lüftungsschacht am Bunker (4).
Quelle: eigenes Bild.




Bild: Lüftungsschacht am Bunker (4).
Quelle: eigenes Bild.


Unterhalb des Bunkers (4) findet man eine weitere Maschinengewehrstellung (gelb (4) und (5)).


Bild: Maschinengewehrstellung am Bunker (4).
Quelle: eigenes Bild.




Bild: Maschinengewehrstellung am Bunker (4).
Quelle: eigenes Bild.


Bild: Maschinengewehrstellung am Bunker (4).
Quelle: eigenes Bild.


Auf dem Weg zurück zur Straße findet sich noch ein gesprengter Bunker auf einer Anhöhe, der an dieser Stelle nicht verschwiegen werden soll


Bild: gesprengter Bunker.
Quelle: eigenes Bild.

Bild: gesprengter Bunker.
Quelle: eigenes Bild.

Bild: gesprengter Bunker.
Quelle: eigenes Bild.


Übersicht...


Zur besseren Übersicht hier noch einmal die vollständige Stellungskarte, die ich anhand von Satellitenaufnahmen, GPS-Vermessungen und Beobachtungen im Gelände entwickelt habe.

Die Karte kann durch Anklicken vergrößert werden! 





Bild: Übersichtskarte, die ich anhand meiner Beobachtungen entwickelt habe. 
Quelle: Als Grundlage diente Google Earth. 


Fazit


Einst diente der Atlantikwall zur Verteidigung gegen die westlichen Alliierten. Rømø und andere Küstenabschnitte verfügen noch immer über vielseitige Zeugnisse und Hinterlassenschaften des Dritten Reiches.

Rømø wurde 1942 durch die Wehrmacht besetzt und im Folgenden zu einem strategischen Funk- und Radarstandort ausgebaut (siehe auch: Insel Rømø (Dänemark) und Funkmessstellung Robbe I).

Unter anderem diente der Insel-Standort zur Radarüberwachung der Nordsee. Später konnten die Flugbahnen der, in Peenemünde abgeschossenen, V2 Raketen von Rømø aus überwacht werden. Von all diesen Aktivitäten lässt sich heute nur noch ein Bruchteil in der Landschaft nachvollziehen. Mittels Satellitenbildern, Karten- und Luftbildauswertungen kann man jedoch eine Vielzahl alter Bauwerke aufspüren. So lassen sich beispielsweise Schützengräben gut wiederfinden. 

Damit - viel Spaß beim nächsten Rømø-Urlaub, 

Viele Grüße, 

Hendrik


________________________________________________________________________

Empfehlungen:


Die Schatzregister (zu erwerben): 



__________________________________________________________




Offensen-Schwachhausen: 



__________________________________________________________


Schatzsuche:  die Teufelsinsel in Wietze: 



________________________________________________________________________


Antiquarische Bücher: Celler Versandantiquariat Ehbrecht: 




________________________________________________________________________